Es war auf dem Gipfel der Zugspitze, nicht beim Gipfelkreuz, sondern an der Seilbahnstation, und es ist schon mindestens zwei Jahrzehnte her. Die riesige Gondel, groß wie ein Bus, erreicht die Station und spuckt ein bis zwei Dutzend vermummter Gestalten aus. Sie entpuppen sich als in tiefschwarze, sackartige, bis zu den Fußknöcheln reichende Gewänder gekleidete Frauen, das Gesicht bis auf einen Augenschlitz verhüllt. Dazu gesellt sich, vermutlich als Pascha und Aufpasser, ein arabisch gekleideter Mann mit schwarzem Vollbart. Die Gruppe hatte die ganze Gondel angemietet. Geschlossene Gesellschaft. Geld spielte wohl keine Rolle. Sie durften durch die Anwesenheit Ungläubiger auf so engem Raum nicht beschmutzt werden. Mit der nächsten Bahn gondelte das gesamte Rabengeschwader wieder bergab. Als geschlossene Gesellschaft. Ich kam mir vor wie beim Almabtrieb. Das ist genau die Buntheit und Vielfalt, die uns nach Wahlerfolgen linker Parteien, wie jetzt in Berlin, bevorsteht.
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