Bevor Friedrich Merz sich vielleicht endgültig von der politischen Bühne verabschiedet, wollen wir ihm noch ein Kalenderblatt widmen. Heute symbolisieren wir ihn durch das ‚Hohe Ross‘.
Sein wehender Schweif signalisiert seinen Hochmut und seine Flatterhaftigkeit. Aus seinen Nüstern bläst schnaubend Verachtung. Seine Hufe trampeln rücksichtslos über die zarten Pflänzchen der Bescheidenheit hinweg, über Mauerblümchen und Vergissmeinnicht. Sein Wiehern ist von rechthaberischer Großmannssucht sowie ätzender Häme. Und selbst aus den Stoffwechselprodukten seiner Kaldaunen dampft noch die Arroganz blasierter Selbstgefälligkeit.
Auszug aus ‚Fletcher’s Kleines Wirtschaftsbestiarium‘. Auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 3.0, Standbereich G93