Heute: Freitag, der dreizehnte! Das unwandelbare Gesetz der Dreizehn übernimmt für 24 Stunden die Fäden des Schicksals, an denen sonst der Zufall zupft. Der Zufall hat einen auf 24 Stunden befristeten Pakt mit dem Teufel geschlossen. Die Phantasie triumphiert über die Urteilskraft. Unglücksvisionen erhalten titanische Konturen. Überall brüten die Schatten Phantome aus. Steine des Anstoßes pflastern deinen Weg, das Getrappel von Pferdefüßen klingelt dir in den Ohren, Anknüpfungsfäden werden zu Fallstricken und die Fettnäpfchen lauern am Wegesrand. Da verbringst du den Tag am Besten im Bett oder setzt dich in deine Kneipe und besäufst dich. Um 00:01 Uhr kannst du den Heimweg antreten, ohne dass dir ein Dachziegel aufs Haupt fällt.
Gestern: Merkel, Prien und Klöckner wurden als Bundespräsidentschafts-Kandidatinnen ins Gespräch gebracht. Angesichts dieser Auswahl muss der Magen revoltieren und die Galle hochkochen. Warum nicht Pippi Langstrumpf, nachdem man sie eingebürgert hat? Wenn schon eine Kandidatin der Quote, dann doch lieber einen Vitalbrocken wie Ricarda Lang.
Gestern: Julian Reichelt erklärt bei NIUS, dass er die Musik von Herbert Grönemeyer liebt. Dass er das überhaupt als Musik bezeichnet, hat mich schon entsetzt. Wer sich dem Krächzen und Blöken von Grönemeyer freiwillig aussetzt, der ist eine absolute Kulturniete.