Im letzten Jahr verhinderten aktuelle Entwicklungen, dass zum Valentinstag das Porträt des Serienkillers Johnny Valentine diesen Kalender bereichert. Das Versäumnis bügeln wir nun aus. Johnny Valentine hatte das Problem, das er Valentin immer mit Halloween verwechselte.
Es war also am Valentinstag, als Johnny Valentine seine erste Schandtat ins Werk setzen wollte. Dazu musste er erst einmal seine Muskeln stählen. So dachte er und versuchte, an der Wäscheleine einige Klimmzüge zu machen, doch gleich beim ersten Versuch gab die Leine überraschenderweise nach. Die Wäscheklammern sprangen voller Entsetzen von der Leine, ein weißes Bettlaken fiel auf Johnny herab und hüllte ihn vom Kopf bis zu den Füßen ein. Johnny Valentine beschloss, die ihm zugedachte Rolle als Gespenst anzunehmen, vertagte seine geplante Untat auf das nächste Jahr und ging bei einem Poltergeist in die Lehre. Der Poltergeist erachtete ihn jedoch als völlig untalentiert und weigerte sich, ihn weiterhin in seiner Kunst zu unterweisen. Da wandte sich Johnny an die Liga orthodoxer Marxisten und bewarb sich um einen Job als Devotionalienschänder. Das wurde ihm auf die Dauer zu langweilig und er beschloss, endlich zur Tat zu schreiten. Im irrigen Glauben, es sei Halloween, warf er an einem 14. Februar die Turbine seiner Destruktivität an, die ihn zielsicher auf den Nadir der Sünde führte, wo er auf ein Schwulenpaar in coitu traf. „Blut und Rüben!“ sprach Johnny Valentine, „ihr seid des Todes“, entauptete sie mit einem Krummsäbel und setzte ihnen Kürbisköpfe auf den Halsstumpf.
Über Johnny’s zweite Untat berichten wir eventuell im nächsten Jahr.