Ein Kanzler voll hoher Bewunderung für sich selbst und unfähig, Kritik zu ertragen, präsentierte sich beim Sommerinterview des ÖRR. Aber auch ein Kanzler voller Verachtung für seine Bürger mit ihrem beschränkten Untertanen-Verstand, die er nicht einmal des Ignorierens für wert hält. Er muss Schimpf und Schande auf sie werfen. Seine arme Krämerseele krümmt sich unter dem Sperrfeuer der Kritik wie ein verbranntes Streichholz. Doch in seinen Zwangsvorstellungen fliegt ihm der Beifall entzückter Untertanen in exaltiertem Überschwang entgegen. Dem Sonnenkanzler, mit seinem Verlangen nach Agonien weltentrückter Anbetung, nach unterwürfigen Kniefällen, nach ekstatischer Verzückung ihn anhimmelnder Seelen. Ein Narzisst im klinischen Sinne. Beim Sommerinterview lief ihm allerlei Unsinn von der Zunge, unflätiger Unsinn. Ob durch Vermittlung seines Hirns oder ohne, das ist hier die Frage.
Morgen besuchen wir die Fahrschule Munkepunke, wo sich ein Sarg mit Klopfkäfern und Coronaviren zum Unterricht anmeldet.