Blatt 306 Zweiter November 2026

Zum Druck freigegeben und in Kürze im Buchhandel erhältlich ist Fletcher’s Polit- und Wirtschaftsherbarium. Worum geht es?

Wie oft schon ist Ihr Kommando Beifuß nicht befolgt worden, wie oft schon haben Sie sich in Bewertung und Einschätzung eines sogenannten Mauerblümchens getäuscht? Wie oft schon haben Sie sich im Paragraphendschungel verirrt, wie oft schon ist Ihnen etwas in die Binsen gegangen? Und wann hat man Ihnen das letzte Mal eine Binsenweisheit als eine geniale Idee verkaufen wollen? Wer hat nicht schon mal in den Zankapfel gebissen, oder Ärger mit dem bösen Stiefmütterchen gehabt? Wer hat nicht schon mal den falschen Abzweig genommen? Und sicher kennen Sie auch jemanden, der im Schatten der Hanebuche Siesta hält und auf hanebüchene Inspirationen wartet. Ähnlichkeiten in morphologischer oder nomenklaturischer Hinsicht wie Söderling, Kerkeling, Merzbecher, Kohlkopf oder die Primel Prien sind rein zufällig. Dennoch hegt der Lexikograph die Befürchtung, dass Verfassungsschutz und Staatsanwaltschaften daraus Zusammenhänge konstruieren könnten.

Blatt 305 Erster November 2026

In mehreren Städten gingen in der Nacht zu Allerheiligen zahlreiche Randalierer auf die Straße, da, wo gestern der Narr die Hoheitsrechte für sich reklamierte. Die marodierenden Jünger von Pisa legten beredtes Zeugnis ihrer Dummheit ab. Linksfaschisten trommeln zum Appell und die Generation Zoff steht bei Fuß. Gewalt marschiert mit festem Schritt, zieht eine breite Spur, und Hass und Dummheit gehen mit, leisten den Treueschwur. Gewalt und Dummheit sind die beiden Pole, nach denen wir den Kompass für die Zukunft ausrichten müssen.

Eine auffällige Häufung von Ufos über dem Blocksberg zu Halloween haben erneut den internationalen Flugverkehr behindert.

Blatt 304 Einunddreißigster Oktober 2026

Das erbärmliche, unwürdige Geschacher um den neu zu besetzenden Posten des Bundespräsidenten zeigt zwei Seiten. Auf der einen Seite kindisch, auf der anderen Seite infantil, die Diskussion trifft die Mitte zwischen dumm und simpel. Man betreibt einen Jahrmarkt mit Kandidatenkarussell, jongliert mit leeren Flaschen, zieht Nieten aus dem Ärmel und zelebriert ein Kasperle-Theater, das ein durch Steinmeier bereits havariertes Amt dem endgültigen Untergang geweiht hat. Wenn ich diese schaurige Prozession kränkelnder Quotilden an meinem geistigen Auge vorbeidefilieren lasse, befinde ich mich in einem Alptraum. Sie latschen linkisch einher und halten es für Grazie, sie ziehen Grimassen und glauben, dass sie lächeln. Sie zelebrieren Verschwiegenheit, wenn sie reden sollten, und sie üben sich in Geschwätz, wo sie schweigen sollten. Sie gähnen und wissen nicht warum. Und unter diesen Hühnerhaufen der Quote hat sich ein Stinktier in Gestalt von Kerkeling gemischt.

Blatt 303 Dreißigster Oktober 2026

Bieder, naiv, trivial, bräsig, bösartig, Sven Schulze. Er verlangt Bücklinge vor den Gespenstern der Schamlosigkeit, die seine einst ehrbare Partei unterwandert haben. Mit der Wohlbestalltheit seines Oberstübchens steht es wohl nicht zum Besten. In Permanenz entledigt sich S.S. seiner Verantwortung dem Wähler gegenüber, und so handhabt es die gesamte CDU. Schändlichkeit scheint zum Kern ihres Programms geworden zu sein, und jeden Tag setzt eine trübe Welle neuen Schlamm ab.

Das Organisierte Verbrechen hat in Berlin, und in der Linkspartei bundesweit die Saiten aufgezogen und spielt darauf nach Belieben. Verbot der AFD, Abschaffung des Verfassungsschutzes, Austausch der Polizei durch Sozialarbeiter, wie im Programm der Linken in Berlin gefordert … das waren ganz einfach Befehle des Organisierten Verbrechens. Legte man die gleichen Maßstäbe an wie bei der AFD, dann müssten Linkspartei, die Grünen und SPD, zumindest in Berlin, sofort verboten werden.

Blatt 302 Neunundzwanzigster Oktober 2026

Das Manuskript von ‚Zaungast und der Erlkönig‘ ist zum Druck freigegeben und bald im Buchhandel erhältlich. Hier schon mal ein Vorgeschmack:

Er war eine missgestaltete Kreatur von relativ kleinem Wuchs, ein Geschöpf des Hieronymus Bosch, das seinen Rahmen verlassen hatte, um auf Spuk zu gehen. In seinem gefälschten Personalausweis führte er den Namen Asklepios von Rabentrupp. Er selbst nannte sich zuweilen auch Ellerkonge. Eine Anmaßung allerdings, denn er war nicht Ellerkonge. Sein Domizil, das er nur selten verließ, lag in einem ländlich geprägten Vorort der Zentralstadt. Mit seinen Nachbarn vermied er jeglichen Kontakt. Doch stundenlang saß er hinter der Gardine am Fenster und blickte und horchte auf die Straße hinab.

Dann kamen Gerüchte auf und gingen Klinke putzen, von Haus zu Haus, von Straße zu Straße. Der neue Nachbar, der erst im März eingezogen war, führe Böses im Schilde, so hieß es. Tag um Tag saß er hinter seinem Fenster und lauerte. Aber auf wen, oder auf was? Niemand wusste es.

Blatt 301 Achtundzwanzigster Oktober 2026

Nicht die Trümmerfrauen haben im Nachkriegsdeutschland in den Ruinen gewirtschaftet und den Wiederaufbau eingeleitet, sondern türkische Gastarbeiter. Das wollen uns linke Politiker weismachen. Und Ministerpräsident Wüst versteigt sich zu der Aussage: Was wäre die deutsche Literatur ohne die türkischen Autoren Krethi und Plethi (die richtigen Namen konnte ich mir nicht merken, hatte sie vorher auch noch nie gehört.)

Im Gegenzug wird Goethes Faust auf einen nach links weisenden Daumen reduziert, und Schillers Räuber zu Antifa-Aktivisten umgedeutet. Denn die Schüler sind ja mittlerweile angeblich zu dumm, die Originale zu verstehen. Am Ende bleibt dann nur noch der Götz, der von jedem zitiert werden kann, und auf dem Gebiet der Musik die Elise, die klimpernd verhunzt wird. So ehrt Deutschland seine größten Geister, so ehrt Deutschland die Menschen, die den Wiederaufbau gestemmt haben.

Blatt 300 Siebenundzwanzigster Oktober 2026

News vom Tage. Herr Kissler von NIUS bezeichnet Precht als den Top-Philosophen, zuvor nannte er Bohlen einen Pop-Titanen, und den Dummschwätzer Mario Basler hatten sie sich auf ihr Sofa geholt. Wie weit will man sich bei NIUS noch dem Mittelmass anbiedern? Aber wahrscheinlich muss man das, wenn man erfolgreich sein will. Apropos Philosoph: Wer als Philosoph einen Bestseller schreibt, ist kein Philosoph.

Audi macht Gaudi in Macon und liefert Trump einen Trumpf. Viele, die einst Hoffnung in ihn setzten, mögen von Trump enttäuscht sein. Doch die auf sich selbst bezogenen narzisstischen Elogen des Herrn Trump sind immer noch eher zu goutieren als die notorischen Lügen des Herrn Merz. Nun jault die Linke auf, weil man bei Audi das Richtige getan hat, um die letzten noch in Deutschland verbliebenen Arbeitsplätze zu sichern. Und im Gegenzug kassieren IG-Metall Aufsichtsräte Millionen für den Verrat an den Arbeitern. Nach der SPD erklärt sich nun auch der DGB zum Feind der arbeitenden Bevölkerung.

Blatt 299 Sechsundzwanzigster Oktober 2026

Nachlese zum CSU-Parteitag vom Wochenende

Da die Lese äußerst dürftig ausfiel, können wir uns kurz fassen. Die Reden waren fad und uninspiriert. Der Beifall diente allein dem Zweck, sich wach zu halten. Ein wenig Getrampel gegen eingeschlafene Füße. Warum stellten sie dort eigentlich keine Matrazen zur Verfügung und erzeugten nur eine erhöhte Nachfrage? Statt des Geistes von Franz Josef Strauß spukten die Gespenster der Linken und der AFD dort herum. Alles in allem ein Tingeltangel niedrigster Ordnung, ein Schmierentheater dritter Potenz. Werden CDU und CSU zu Refugien für geistig Obdachlose?

Herzliche Grüße zum Nationalfeiertag an alle Österreicher aus dem Piefke-Land!

Blatt 298 Fünfundzwanzigster Oktober 2026

Vermischtes

Rhetorik-Schulung und Kurse in Sophistik für Politiker sind eine reine Beschäftigungstherapie für die Zunge, der Verstand bleibt unbeteiligt.

Die Länge seines Halses überschreitet eindeutig die Grenzen der Schicklichkeit. Was braucht es da noch eine Pinocchio-Nase?

Die Demokratie ist der flüchtige Schwebezustand zwischen Diktatur und Anarchie. Früher oder später kippt sie in die eine oder die andere Richtung. Wir nähern uns dem Kipp-Punkt.

Ein jeder, der in den Schatten eines anderen tritt, entkommt zwar seinem eigenen Schatten, verliert aber die Kontrolle über sich und seine seelischen Abgründe.

Liebe Schutzleute und Polizisten, lasst im Falle von Plünderungen und Angriffen auf das Leben doch die linke und islamistische Gehirnjauche aufspritzen!

Kettner, Hopf und Fleischer liefern uns in ihrem ‚Geheimen Ufo-Krieg‘ ein Ragout schwachsinniger Gedanken, aus dem die Schwaden okkultistischer Unverdaulichkeiten aufsteigen. Ein Herumirren im Nebel der Science Fiction.

Blatt 297 Vierundzwanzigster Oktober 2026

Heute präsentieren wir zwei Dämonentöchter, die in jüngster Zeit vermehrt von sich reden machten. Die Kleptomanie in Form von immer neuen Steuern, und die Gerechtigkeit in Form von Skandalurteilen. Die Beschreibungen stammen aus der gruseligen Kriminal-Groteske ‚Von der Pandemie zur Pandämonie‘ oder ‚Zaungast und die Herrschaft der Ampelaner, der einzig wahren Aufarbeitung der sogenannten Corona-Pandemie.

„… es ist die Inkompetenz“, erklärte das Mädchen, „die Repräsentantin eines alten Adelsgeschlechts der Politik.“ – „Die Poitik scheint hier unten gut repräsentiert zu sein“, konstatierte der Kommissar. – „Überrepräsentiert“, sagte das Strümpfchen, „und auch in der nächsten Grotte finden wir eine Repräsentantin des politischen Adels, die Kleptomanie. Voila!“

Die kleine Gruppe um Kommissar Zaungast blickte auf eine hässliche, schielende Frauengestalt mit Armen wie Tentakeln, die auf ein einnehmendes Wesen hindeuteten. An ihren Handtellern befanden sich große Saugnäpfe, die Langfinger mündeten in überlangen, rot lackierten Raffklauen. Die Augen hatten trotz ihrer Scheelsicht einen lauernden, hungrigen Ausdruck. In einem Gesicht wie der Vollmond stachen die zwei vollgestopften Hamsterbacken besonders hervor … „

„Kommen wir zur nächsten, Herr Kommissar. Hier sehen Sie die Gerechtigkeit, vom Hochadelsgeschlecht der Kosmopolitinnen, die Repräsentantin der Unglücklichen, der Unterdrückten, der Missverstandenen, das aber nur pro forma, in praxi dient sie den Unterdrückern und Despoten. Denn ein Unstern stand über der Wiege der Gerechtigkeit, der sie noch heute leitet und immer wieder auf den Pfad der Willkür führt.“ Den Betrachtern zeigte sich ein konfus zappelnden Weibsbild. „Aha, eine Ballerina, wenn auch nicht eine Prima Ballerina, eher eine Veitstänzerin“, sagte Kommissar Zaungast, als er der Gerechtigkeit ansichtig wurde. Diese stampfte mit ihren großen platten Füßen Mauerblümchen und Vergissmeinnicht nieder, fuchtelte mit den Armen zu einer schrillen, disharmonischen Musik, die aus Lautsprechern in Form von Totenschädeln erschallte. Wahrhaftig eine ungelenke Veitstänzerin, die ständig ihre Balance verlor, einen Kniefall der Unterwürfigkeit nach dem anderen machte. „Die Judikative beugt sich der Korruptiven, der Totentanz des Rechts“, kommentierte Zaungast.

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