Blatt 125 Fünfter Mai 2026

Feiert die Impfhysterie ein Comeback? Die Aufrufe werden lauter. Lassen Sie sich impfen gegen Covid, gegen Grippe, gegen Gürtelrose, gegen Lungenentzündung und … und … und. Impf impf hurra!

Was das Corona-Virus betrifft, befinden wir uns im verflixten siebten Jahr. 2019 schlug die Geburtsstunde von King Kong Covid, dem Monster aus dem Mikrokosmos. Seit Frühjahr 2020 ist es in aller Munde, hat sich Kehlen eingehalst, vagabundiert durch Atemwege und nistete sich in immer mehr Köpfen ein. Für die Verbreitung in den Atmungsorganen sorgten die kleinen Biester selbst, für die Verbreitung in den Köpfen, da wo sie das größte Unheil anrichteten, sorgten die Politiker, Virologen und Journalisten. Sie malten tausend Teufel an die Wand, um den Menschen das Menetekel einer ungeheuren Bedrohung an den Erwartungshorizont zu stellen. Dazu erhoben sie Forderungen, die den natürlichen Bedürfnissen der Menschen zuwiderlaufen, wie zum Beispiel, Kontakte zu vermeiden. sie entwickelten widersinnige Hygienekonzepte, verlangten, dass die Menschen sich abschotten sollten vor Keimen, sich isolieren, Masken tragen, ständig die Hände waschen, besser noch desinfizieren. Dadurch aber stellten sie den Sinn des Immunsystems infrage, setzten es quasi außer Kraft, denn was sich nicht übt, kann nicht funktionieren.

Die entscheidenden Fragen zum Corona-Virus lauten: wie stark und gefährlich ist King Kong Covid wirklich? Und wie intelligent ist er? Es wird zwar behauptet, das Virus sei weder vernunftbegabt noch berechnend. Aber wer weiß das schon? Vielleicht gibt es auch auf dieser Ebene eine Art Schwarmintelligenz. Man könnte natürlich ein ganzes Buch mit Bemerkungen zu Covid-19 füllen, der Verfasser dieser großartigen Chronik aber möchte seine Gedanken nicht weiter an diesen Emporkömmling aus der Mikrowelt verschwenden, zu viel Ehre und Aufmerksamkeit sind dieser kleinen Bestie schon zuteil geworden.

Zitiert aus ‚Fletcher’s kleines Wirtschaftsbestiarium‘ ISBN 978-3-903443-45-7

Ebenfalls als Buch erhältlich: ‚Zaungasts satirische Chronik 2025‘

Blatt 124 Vierter Mai 2026

Aus deutschen Landen

Geistiger Unflat wütet wüst im Westfalenland, Sozialistengesindel regiert das Holsteinerland im Norden. Im Süden, in Bayern, wird Absurdes noch absurder und schließlich auch noch absöder. Antifatölpel beherrschen Hamburg und Berlin. Das ist der beklagenswerte Zustand unserer Länder. Und King Beil, ein Bullenbeißer mit einem etwas depperten Gesichtsausdruck, steht als Regent über allen. An seiner kurzen Leine kläfft sein Dackel Fritz. Die in ihrem Siechbett vor sich hinfaulende Koalition bedarf dringend erhellender, kathartischer Gedanken. Aber schlaue Köpfe können die Regierenden partout nicht gebrauchen, es sei denn, sie säßen auf ihren eigenen Schultern. Aber da sitzen sie nicht. So nimmt das Verhängnis wohl weiter seinen Lauf.

Blatt 123 Dritter Mai 2025

Das Wort zum Sonntag

Das Wort zum Sonntag erteilt Kommissar Zaungast heute mal wieder dem großartigen Zyniker Karl Kraus!

„Worin besteht denn der Fortschritt? Ist die Lust zum Peitschen abgeschafft? Nein, bloß die Peitsche, eine schöne Freiheit: bloß nicht gepeitscht zu werden.“

„Er war ein gefeierter Geigenspieler. Aber solche Leute sollte man nicht ohne Geige herumlaufen lassen.“

„Nur eine Sprache, die den Krebs hat, neigt zu Neubildungen.“

„Wo weder zum Weinen Kraft ist noch zum Lachen, lächelt der Humor unter Tränen.“

„Sie arbeiten am Schreibtisch und vergnügen sich in der Gesellschaft. Ich vergnüge mich am Schreibtisch und arbeite in der Gesellschaft. Darum meide ich die Gesellschaft.“

„Leute, die über den Wissensdurst getrunken haben, sind eine gesellschaftliche Plage.“

„Erhebt er Anspruch, von der Satire beleidigt zu sein, beleidigt er die Satire.“

Blatt 122 Zweiter Mai 2026

Zum neuen feministischen Hass auf die Männer:

Männer sind die neuen Indianer. Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer! Diese alte Wildwest-Weisheit überträgt die internationale Liga militanter Feministinnen nun auf den alten weißen Mann. Ausnahmen, welche die Regeln bestätigen sind Hampelmänner, Heinzelmänner, Mümmelmänner bzw. Mummelgreise, Weihnachtsmänner und Muselmänner. Die Präsidentin der internationalen Liga militanter Feministinnen, nennen wir sie mal Luisa, propagiert als Frauenideal das der Hexe, ihr Mannesideal ist das des Pappkameraden, mit dem sie in ihrem Papperlapapp kommunizieren kann. Doch die Armseligkeit ihrer Rede steht in auffälligem Gegensatz zu ihrem anmaßenden Gehabe. Fürsprecher und Unterstützer findet sie in einigen, vornehmlich deutschen Parteizentralen, da wo die Dummheit die Hoheitsrechte für sich reklamiert hat.

Blatt 121 Erster Mai 2026

Letztes Jahr würdigten wir in diesem Kalender den stilvollen Abschied des Maikäfers, heuer wollen wir seine Ankunft begrüßen, direkt aus der Tüte von Max und Moritz in das Bett von Onkel Fritz, Fetzenfritz Merz. Mögen die Maikäfer die kümmerlichen Restfetzen von Wichtigtuerei und Glaubwürdigkeit, die dem Onkel Fritz noch anhängen, zwischen ihre Mandibeln nehmen und hinwegmümmeln, um ihn in seiner ganzen hässlichen Nacktheit erscheinen zu lassen, auf dass auch den letzten ihm zur Seite stehenden Getreuen endlich die Augen aufgehen.

Blatt 120 Dreißigster April 2026

Constipation Blues

Dies ist die Geschichte des Mannes, der seine Bleistifte im Gehen anspitzte. Er wurde von einer hartnäckigen Verstopfung heimgesucht, immer dann, wenn der dreißigste April auf einen Donnerstag fiel. So wie heute. Eine Verstopfung, die zehn Tage anhielt und sich dann in einer überraschenden Entladung Luft machte. Seien wir also gespannt, was in zehn Tagen passiert. Nachzulesen in diesem phantastischen Kalender.

Blatt 119 Neunundzwanzigster April 2026

Die Ampel in neuem Licht.

Wenn der Wähler einer Partei wegen diversen Fehlverhaltens oder Vertrauensbruch nicht mehr grün ist, dann entzieht er dieser das grüne Licht zum Weiterregieren durch das zwiefache Stopsignal der Ampelkarte Gelb … Rot! Sowohl SPD als auch CDU hätten längst knallrot sehen müssen. Das Bemerkenswerte an dieser Ampel 2.0 ist, dass ein Stop- und ein Go-Signal gleichzeitig aufleuchten, was zwangsläufig zum Chaos führen muss. Das eine Irrlicht bremst die Vernunft aus, das andere gewährt dem Wahnsinn freie Fahrt.

Zaungasts satirische Chronik 2025 ist als Buch im Buchhandel erhältlich.

Blatt 118 Achtundzwanzigster April 2026

Das erste Jahr der Regierung Merz ist verflossen, die Fußball-Saison neigt sich dem Ende zu. Das Abstiegsgespenst geht um. Nicht nur in einigen Fußball-Arenen, auch in den Parteizentralen. Seine Gestalt und Erscheinungsweise ist noch nie eindeutig beschrieben worden, weshalb manche Skeptiker seine Existenz ernsthaft in Zweifel ziehen wollen. Neueste Sichtungen sprechen von einer hageren, bebrillten, groß gewachsenen Gestalt mit einer Pinocchio-Nase und einem merkwürdigen Toupet auf der frontalen Stirnseite.

In den kommenden zwei Wochen werden die Beiträge auf diesem Kalender etwa zwei Stunden später erscheinen.

Blatt 117 Siebenundzwanzigster April 2026

Vor einem Jahr war in der Kriminalgroteske ‚Von der Pandemie zur Pandämonie‘ oder ‚Zaungast und die Herrschaft der Ampelaner‘ zu lesen: ‚Der ampelanische Geist spukt weiter. In hohlen Köpfen. Die Dämonen planen die mystische Hochzeit. Kommissar Zaungast führt bereits weitere Ermittlungen. Im Pattland. Unter anderem gegen Moha Mett Schach Matta. Patt auf allen Feldern. Nichts geht mehr. Erfährt das Groteske noch einmal eine Steigerung? In der Realsatire? Es scheint so.‘

Heute wissen wir: Es ist so. Selbst SPD-Platzhirsch Miersch hat es gestern zugegeben. Sein Rezept: Neue Schulden, Politik der verbrannten Erde. Die bedauerliche Tatsache, dass noch immer mehr als 35% sich in Umfragen für die beiden Regierungsparteien aussprechen, zeichnet ein verheerendes Bild der geistig-inellektuellen Kapazitäten eines großen Teils der deutschen Bevölkerung. Dieses Land scheint zum Untergang verdammt und mit ihm ganz Europa. Moha Mett statt Mettbrötchen, Currywurst und Bier. Das ist die (nicht so ferne) Zukunft.

Der Roman ‚Zaungast und die Herrschaft der Ampelaner‘ ist im Buchhandel erhältlich.

Blatt 116 Sechsundzwanzigster April 2026

Zaungastige Philosophie zum Sonntag

Erst wenn Sinn und Widersinn sich zu einer Art übersinnigem Unsinn zusammenfinden, erst dann haben wir die Konstellation, die nötig ist, um den Wind des Zweifels so stark anzufachen, dass er die Flamme der Gewissheit, und zwar aller nur denkbaren Gewissheiten, endgültig ausblasen kann. Dies ist der Tag, an dem alle zu Zaungästen werden, Menschen sowie Götter. Es ist der Jüngste Tag. Danach kommt nichts mehr. Es ist der Zaungast, der triumphieren wird über das Handeln und das Denken, über die Anfacher und die Bremser, die Bekennenden und die Leugner. Das Wesen der Zaungastigkeit ist Geduld, die nicht auf ein Ziel oder eine Sinnerfüllung schaut.

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