Die Leipziger Buchmesse hat ihre Pforten nun geöffnet. Verwirrte Köpfe mit verworrenem Zeug darin geben sich dort ein Stelldichein. Vom Geschmack der Masse nach oben gespülte Bestseller-Autoren und verkannte, oder von der Literaturkritik überhaupt nicht wahrgenommene Talente. In den Gängen und Fluren der Ausstellungshallen: Literaturagenten auf der Suche nach der geistreichen Null. Zwischen den Buchdeckeln mit prominenten Konterfeis verbergen sich Ghostwriter und Plagiatoren. Die Verpackung und das Etikett bestimmen den Wert eines Buches, der Inhalt muss einfach sein, leicht verdaulich, der neudeutschen Lesekompetenz angepasst. Und links natürlich und bunt, queer, woke … die Einfalt der Vielfalt. Die gleiche Käseglocke, die Goebbels einst über den Literaturbetrieb gestülpt hat, die sehen wir heute wieder. Und über allem hängt der Schatten der KI, das Grabtuch des Geistes.
Etwas Kurioses am Rande: Gestern ging ein Schreiben von ARD ZDF Deutschlandradio ein. Kommissar Zaungast soll den Rundfunkbeitrag zahlen. Dies ist jetzt allerdings Realsatire.
‚Zaungasts satirische Chronik 2025‘ findet man nicht auf der Leipziger Buchmesse, aber im Internet-Buchhandel und im stationären Buchhandel.
Zaungast bei X unter Zaungast44