Blatt 206 Fünfundzwanzigster Juli 2026

Kabinettsumbildung des Friedrich Merz von gestern. Ralph Schuler nannte es ‚den Gipfel der Stümperei‘, Kommissar Zaungast nennt es den gescheiterten Versuch, das Blinde Kuh Spiel und das Bäumchen-Wechsle-Dich-Spiel simultan zu spielen. Ex-Gesundheitsministerin Warken hatte eingestandenermaßen keine Ahnung vom ihr anvertrauten Ressort, hat sich aber eingearbeitet. Nun wird sie abgelöst von jemand, der so wenig Ahnung vom Metier hat wie Frau Warken vor Antritt ihres Jobs. Keine Ahnung zu haben scheint in Deutschland Voraussetzung zu sein, um in ein Ministeramt zu kommen. Die Ergebnisse, welche die deutsche Politik liefert, lassen diese These als plausibel erscheinen.

Bei NIUS schwafelten sie gestern fast eine Stunde über Fußball. Dazu hatten sie einen Spielerberater eingeladen. Von Philosophie war sogar die Rede. Es gibt keine Fußball-Philosophie, es gibt nur Fußball-Banalitäten. Fußball ist nun endgültig zum Spiel der Bekloppten avanciert. Klopp will ‚jeden Stein umdrehen‘. Kann er ja machen, außer ein paar Kellerasseln wird er nichts finden, den Stein der Weisen erst recht nicht. Und der Spielerberater … die gewiefte Laus, die dem unmündigen Affen im Pelz sitzt, um Geld vor allem in die eigene Tasche zu scheffeln.

Blatt 205 Vierundzwanzigster Juli 2026

Herr Böhmermonk, monk wie monkey, der böhmische Edelmann aus einem böhmischen Dorf hatte sich verlaufen, verirrt. Er war vor einer Grundschule gestrandet, die Kinder hatten gerade Pause und spielten auf dem Schulhof Blinde Kuh nach dem Vorbild der Regierenden, als das Skelett dort auftauchte. Die Lehrer*innen (in diesem besonderen Fall kommen wir leider nicht um das ‚Gendern‘ herum) hielten ihn bzw. das Skelett für eine drag queen und luden ihn ein, den Kindern aus dem Kinderbuch ‚Der pimpernde Grünspecht‘ vorzulesen, das die Kinder auf die geplante Legalisierung pädophiler Praktiken vorbereiten sollte. Autor war der Wirtschafts- und Pädagogik-Experte Habock. „Wo hast du deinen Pimmel?“ fragte ein kleines Mädchen die vermeintliche drag queen. „Ist abgefault“, sagte Herr Böhmermonk, der böhmische Edelmann aus einem böhmischen Dorf.

Fortsetzung folgt demnächst

Blatt 204 Dreiundzwanzigster Juli 2026

Die Niedertracht herrscht in Niedersachsen. Und nicht nur das. In das Netz der gegen die AFD gerichteten niedersächsisch niederträchtigen Intrigen hat sich mittlerweile der Wahnsinn eingewoben. Sollte tatsächlich einmal in naher Zukunft ein Rechtsruck die politischen Verhältnisse in Deutschland umkehren, dann verdienten die Jeremiaden des linken Pöbels, selbst wenn er in drastischer Form untergebuttert würde, nichts als Hohn und Spott. Denn es ist dann nur die Saat aufgegangen, die sie selbst gesät haben.

Blatt 203 Zweiundzwanzigster Juli 2026

Der Fettwanst mit den apoplektischen Froschaugen will nun Porsche-Karossen und Rolex-Uhren Besitzern an den Kragen gehen. Das verkündet er in einer Videobotschaft mit dem Phlegma seiner idiotischen Selbstzufriedenheit.

Das Monster aus dem Jura mit dem Doppelnamen und dem Basiliskenblick gibt ein weiteres Beispiel seiner Menschenverachtung mit einer Äußerung zur Leihmutterschaft.

‚Fahr zur Hölle mit Munkepunke!‘ stand in roten Lettern auf schwarzem Grund auf einem großen Werbebanner, das inmitten eines Schaufensters der Fahrschule Munkepunke prangte. Der Unterrichtsraum der Fahrschule Munkepunke war bis auf den letzten Platz belegt. Es gab drei Plätze dort. Herr Munkepunke schaute nach daußen und sah einen aufrecht gehenden Sarg auf großen Plattfüßen heranwatscheln, der Kurs auf seine Fahrschule nahm. Munkepunke öffnete ihm die Tür. „Wie Sie sehen, sind wir belegt“, sagte er und deutete auf die drei Katafalke mit den drei Mumien. „Ich biete eine Mitfahrgelegenheit zur Hölle im Tausch gegen einen Führerschein“, sagte der Sarg.

Fortsetzung in den nächsten Tagen

Blatt 202 Einundzwanzigster Juli 2026

Ein Kanzler voll hoher Bewunderung für sich selbst und unfähig, Kritik zu ertragen, präsentierte sich beim Sommerinterview des ÖRR. Aber auch ein Kanzler voller Verachtung für seine Bürger mit ihrem beschränkten Untertanen-Verstand, die er nicht einmal des Ignorierens für wert hält. Er muss Schimpf und Schande auf sie werfen. Seine arme Krämerseele krümmt sich unter dem Sperrfeuer der Kritik wie ein verbranntes Streichholz. Doch in seinen Zwangsvorstellungen fliegt ihm der Beifall entzückter Untertanen in exaltiertem Überschwang entgegen. Dem Sonnenkanzler, mit seinem Verlangen nach Agonien weltentrückter Anbetung, nach unterwürfigen Kniefällen, nach ekstatischer Verzückung ihn anhimmelnder Seelen. Ein Narzisst im klinischen Sinne. Beim Sommerinterview lief ihm allerlei Unsinn von der Zunge, unflätiger Unsinn. Ob durch Vermittlung seines Hirns oder ohne, das ist hier die Frage.

Morgen besuchen wir die Fahrschule Munkepunke, wo sich ein Sarg mit Klopfkäfern und Coronaviren zum Unterricht anmeldet.

Blatt 201 Zwanzigster Juli 2026

Spätestens mit dem gestrigen Endspiel der Fußball WM ist der Fußball von allen guten Geistern des Sports verlassen worden. Der Fußballplatz wurde zum Tummelplatz der Exhibitionisten. Zum rein Sportlichen nur ein Satz: Elf spielfreudigen, ballgewandten, brillanten Technikern standen elf hauende, grätschende und bolzende Rammböcke gegenüber.

Noch übler aber war der sogenannte Showanteil mit seinem furchtbaren Pop-Gewinsel, mit Eunuchengeheul und Katzengejaule, der die Halbzeitpause sinnlos aufblähte. Die gesamte Show in der Halbzeitpause war nichts anderes als ein weithin sichtbares Symptom des gegenwärtigen Kulturverfalls. Dann die Expertenrunde bei Magenta TV. Ein Sextett von vier Männern und zwei Quotenfrauen salbadert auf kläglichem Niveau. Unter ihnen der künftige Bundestrainer, in dessen Gesicht sich ein Dauergrinsen gekrampft hatte, das Anklänge an debilem Schwachsinn beim Betrachter wachrief. Als ‚großartig‘ bezeichnete er den Pausen-Firlefanz. Sein ganzes Gebaren lässt einen bestürzend beschränkten geistigen Horizont erahnen. Das war wirklich Fußball zum Abgewöhnen.

Blatt 200 Neunzehnter Juli 2026

Hobellied. Ein Wienerlied von 1834. Text aktualisiert von Kommissar Zaungast.

Da streiten sich die Leut herum in Merzens CDU. Der eine heißt den anderen dumm, dem Kanzler drückt der Schuh.

Es wurde gehobelt und ein Spahn ist geflogen! Doch wer stand da an der Hobelbank? Der Deckel auf dem Topf, in dem die Gerüchte kochen, klappert gewaltig. Boris Reitschuster hat schon einen bestimmten Verdacht geäußert. Wurde Spahn von Friedrich Merz hinweggehobelt wie einst Ernst Röhm von Adolf Hitler? Oder hat Spahn selbst den Hobel angesetzt, um in aller Ruhe einen genialen Coup vorzubereiten? Und ausgerechnet Friedrich Merz, der sich in das Gewand der Scheinheiligkeit gehüllt hat, und sich eine Pinocchionase auf seinen Zinken klemmte, der spricht nun von der Notwendigkeit, aufrichtig zu sein. Warum aber spricht kaum jemand von jenem bedauernswerten Kind, dessen Wiege die Geister aus dem Politsumpf sowie zwei schwule Väter geschaukelt haben?

Man darf gespannt sein, welche Schmierenkomödie uns die Laienspielschar der Berliner Politbühne als Nächstes aufführen wird.

Zaungasts Kalender von 2025, in dem viele spannende, noch immer aktuelle Themen behandelt werden, ist im Buchhandel unter der ISBN 978-3-903443-61-7 erhältlich.

Zaungast bei X unter Zaungast44

Blatt 199 Achtzehnter Juli 2026

Fortsetzung der Geschichte eines böhmischen Edelmannes aus einem böhmischen Dorf.

Das Skelett des böhmischen Edlen Böhmermonk wandte sich also nach links, sein Sarg aber nach rechts. So drifteten sie auseinander, um sich zu finden. Die Bequemlichkeit, um nicht zu sagen Faulheit, die sowohl jedem Toten als auch jedem Totholz zu eigen ist, ließ sie auf die Idee kommen, sich zu motorisieren. Also steuerten beide eine Fahrschule an, um dort den Führerschein zu machen. Dem böhmischen Edlen Böhmermonk, der schon zeitlebens ein Aas gewesen war, war entgangen, dass ihm einige Knochen abhanden gekommen waren. Konnte Böhmermonk überhaupt noch als Aas gelten? Da er nur noch ein Skelett war, das seine Knochen nicht mehr alle beisammen hatte? So wie er zu Lebzeiten seine Tassen nicht mehr alle im Schrank hatte? Wir werden diese philosophische Frage später in dieser Chronik behandeln. Nebenbei bemerkt, auch sein Sarg, in welchem der Holzwurm mümmelte, hatte nicht mehr alle Späne beisammen und verlor immer mehr an Substanz, während er auf seinen hölzernen Füßen durch die Straßen der Stadt watschelte.

Fortsetzung folgt an einem der nächsten Tage

Blatt 198 Siebzehnter Juli 2026

Spahn und sein ‚Ehemann‘, vermutlich ein Grünspan, kaufen sich auf dem Schwarzmarkt ein Kind. Das ist das Tüpfelchen auf dem i seiner Verderbtheit. Austragung und Geburt des Kindes durch eine Leihmutter, geistige Fehlgeburt durch Spahn. Rücktritt? Fehlanzeige! Eher stehen die Toten auf, um zu heiraten.

Blatt 197 Sechzehnter Juli 2026

Fortsetzung der Geschichte eines Aases

„Pardon“, sagten die Ratten, „wir fressen kein Aas.“ Da ließ das Aas seine Kiefer klappern wie eine Spanierin ihre Kastagnetten, was bewirkte, dass ein kraftstrotzender Fluch aus diesen Kiefern kam, der die Fetzen von den Knochen fallen ließ. Nun aber schämte sich das Aas Böhmermonk, das noch nie Scham empfunden hatte, seiner Nacktheit und wollte sich wieder in seinen Sarg kleiden. Da die leeren Augenhöhlen nur noch über ein rudimentäres Sehvermögen verfügten, kam es, dass der böhmische Edelmann Böhmermonk aus einem böhmischen Dorf schlackernd in eine Richtung davonklapperte, die entgegengesetzt zu der Richtung lag, die sein Sarg eingeschlagen hatte, dem hölzerne Füße gewachsen waren, so dass er weder Rollen noch Schienen benötigte, um auf Wanderschaft zu gehen. So machten sich beide auf die Suche, um das wieder zusammenzufügen, was zusammengehörte.

Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen

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