Blatt 021 Einundzwanzigster Januar 2026

Eine Nachricht auf meinem Handy: ‚Die Kaulitz-Brüder übernehmen …‘ Muss man die Kaulitz-Brüder kennen? Ich kannte sie nicht. Also Recherche im Internet, denn ich ging davon aus, die Nachricht sei von irgendeiner Bedeutung. Aha, Tokyo Hotel, hatte ich schon mal gehört, vom kulturellen Wert her gehören sie vermutlich eher ins Insekten-Hotel. Zwei neue Figuren im Gruselkabinett des ZDF, der Zentrale Deutscher Fakenews. Nebenbei bemerkt, nichts gegen Insekten, gegen Kakerlaken, Wanzen, Mücken, Läuse und anderes verrufenes Geschmeiß. Im Vergleich mit Böhmermann und Hayali sind es doch echte Sympathieträger.

Eine Nachricht aus der Wissenschaft: Neue rätselhafte Erkenntnisse der Quantenphysik. In einem neuen Doppelspaltexperiment des renommierten Physikers Professor Quickquack von der Uni Potzenblitz wurden zwei Wollfäden mit hoher Geschwindigkeit durch zwei Nadelöhre geschossen, und auf der anderen Seite entstand zwar kein Interferenzmuster, aber ein Pullover im Norwegermuster. Die Sensation in der Wissenschaft.

Aller (guten) Dinge sind drei. Der feministische Ableger der Antifa, Prien, Bas, Hayali, Merkel, Brosius-Gersdorf und all die Quotenmäuse, die nach deren Pfeife nicht nur auf dem Tisch tanzen, nicht zu vergessen den linken Volkssturm ‚Omas gegen Rechts‘. Sie marschieren noch einmal an gegen den Wind der Veränderung, kampfeslustig flattern ihre roten Antifa-Fahnen im Wind der Anarchie. Nein, sie flattern nicht, sie flackern, denn es sind Flammenfahnen, die im Begriff stehen, das Gebäude der Demokratie, das schon in allen Balken stöhnt und ächzt, in Brand zu setzen. Ein Gebäude, in welchem der Holzwurm bohrt und die Totenuhr tickt (ein Klopfkäfer). Der große King Beil ist Lenker (den Denker wollen wir ihm mal nicht unterstellen) dieses pseudo-feministischen Haufens, dieses Polit-Popanzes; ein Doktor Mabuse der Politik.

Zum Schluss noch ein Literaturtip: Norbert Jacques: ‚Mabuse, der Spieler‘. Hat nichts gemein mit den lächerlichen ‚Gruselkrimis‘ der sechziger Jahre, die sich auf diese Figur beziehen. In Kürze erscheint auch Zaungasts satirische Chronik 2025 als Buch.

Blatt 020 Zwanzigster Januar 2026

Haben die Polarlichter von letzter Nacht die Lage verschlimmert, sprich, dem Wahnsinn weiter Vorschub geleistet, oder brachten sie einigen Verantwortungsträgern Erleuchtung? Ein Menetekel waren sie nach Ansicht Kommissar Zaungasts. Also doch ‚bad moon rising‘ (siehe das Blatt von gestern). Verblödung und Boshaftigkeit sind die beiden Pole, die zur Zeit auf die Menschen in Deutschland einwirken. Zwielichter und Irrlichter flackern über der politischen Landschaft. Das Wetterleuchten einer geistigen Leere. Wo findet man heutzutage noch einen Politiker, der Folioformat besitzt? Nirgends!

Blatt 019 Neunzehnter Januar 2026

Montag, der neunzehnte Januar. Blue Monday. B wie blue, B wie bad. „I see a bad moon rising!“ B wie Bildung: Faust aufs Auge, die linke Faust im Nacken der Rechten statt Faust im Klassenzimmer. Sand ins Auge der Wähler vom Sandmännchen in guter alter DDR-Tradition statt Hoffmann’s Sandmann im Klassenzimmer. B wie bunt, B wie bastardisiert, B wie Berlin. Berlin ist eine bastardisierte Stadt. B wie Besteuerung: Die galoppierende Schwindsucht erfasst die Wirtschaft, der galoppierende Schwachsinn das Parlament. B wie Blasphemie, früher Sache der Ketzer, heute Sache der Kirchen. B wie B.B., wie bullshit. Die französische B.B. ist tot, posthum als rechtsradikal diffamiert. Die deutsche B.B. mag bullshit, redet bullshit, ist bullshit. B wie Brandmauer: Statt hinter die Brandmauer gehören deren Erbauer in den mittelalterlichen Schuldturm. B wie Botschafter: Hiob der Botschafter von Merzens Gnaden. B wie Bäcker: Es geht das Gerücht, dass einige Bäcker rassistische Brötchen backen. B wie Bla Bla, wie Bürgergeld: Der Kanzler moniert mangelnde Leistungsbereitschaft bei den Bürgern und bietet als Anreiz Bürgergeld. B wie Blödsinn. Man könnte endlos weiter B-kritteln.

Blatt 018 Achtzehnter Januar 2026

Matthias von Gersdorff hat Recht. Die Drohung, die Ramelow in Richtung AFD herausgerammelt hat, verdient größere mediale Beachtung. Ramelow rammelt sich also an der AFD ab und schleudert vergiftete Sätze ins Plenum. Ein Rammelmann übelster Provenienz, ein Demokratie-Demolierer, ein Vorbeißer, vom Kartell vorgeschickt und scharf gemacht. Mit aus einer sozialistischen Kolchose gewonnenem Mehl betreibt er seine Gedankenmühle, die sich nur langsam dreht, denn im Mehl bzw. sozialistischen Müll mümmeln die Mehlwürmer. Und wurmstichig ist ja schließlich auch die gesamte Linkspartei. Und der Wurm beschränkt sein Würmeln natürlich nicht auf eine Partei. Ja, so ist das momentan in Deutschland. Die Made in Germany agiert als oberste Instanz.

Nun noch ein paar erbauliche Gedanken Kommissar Zaungasts zum Sonntag:

Was braucht es mehr im Leben, als warm zu essen, kalt zu trinken, hart zu vögeln und weich zu scheißen?

Der Drang und Wille zur Macht ist bei vielen Politikern schon keine Sucht mehr, es ist eine Notdurft.

Die Legalität ist der Bahnhof der Winkelzüge.

Die Staatsformen wechseln, ebenso die Weltanschauungen, die Politiker kommen und gehen, die Herrschaftsprinzipien bleiben immer gleich.

Blatt 017 Siebzehnter Januar 2026

Wir sind bislang noch die Fortsetzung der Serienkiller-Geschichte schuldig geblieben (siehe Blatt 012). Machen wir es kurz und bündig, alles bis in die Details zu schildern, würde den Rahmen eines Kalenders sprengen. Der zweite Mord stellte sich ähnlich dar. Ein Mann wurde aufgeschlitzt und starb an unzureichender Sauerstoffzufuhr. Der Täter hatte ihm bei lebendigem Leibe den Magen herausgeschält und in den Mund gestopft. Auch dieser Tatort war von Gestank geschwängert. Vom Teufelsgestank, wie Kommissar Zaungast nun feststellte, dem verräterischen Gemisch von Ausdünstungen wilder Bestien, fauler Eier und schwefelhaltiger Quellen. Der Pestauch kam auch in diesem Fall von der Toilette.

„Jetzt will ich’s aber wissen“, erklärte Zaungast grimmig und steuerte auf die Klotür zu. Er riss die Tür auf. „Da haben wir die Bescherung“, sagte er. Er ist wieder da, der … äh … Kosmokrator. (siehe Zaungast und der Kosmokrator) Die Klobrille ist von seinem Arsch versengt worden und das Wasser im Klo kocht von seiner Pisse.“

Ist es der Kosmokrator, der das Klima in der Hauptstadt so vergiftet, das Chaos dort gestiftet hat? fragt sich nicht nur Kommissar Zaungast.

Blatt 016 Sechzehnter Januar 2026

Lanz kanns. Giften, geifern, kläffen, lügen, von rechts auf links drehen, wahrscheinlich zum Teil fremdgesteuert, was aber nichts entschuldigt. Diesmal traf seine Galle Frau Beatrix von Storch. Lanz hatte das Pferd der Rache aufgezäumt zum Parforceritt gegen rechte Hetze, gegen die Ankläger des üblen Schwadroneurs Daniel Günther. Er ließ seine Worte fallen wie sein Gaul die Pferdeäpfel, mit einem Gehalt, der gerade noch den Ansprüchen von Fliegen und Pillendrehern genügt. Nein, nicht einmal das. Es war eine erneute Bankrotterklärung des ÖRR. Niedrigstes Niveau. Abschaum. Wollen wir zu seinen Gunsten annehmen, dass er nur eine klägliche Marionette der Strippenzieher im Hintergrund ist, von denen er einen Einlauf bekommen hat. Sie haben ihm das Klistier in den Arsch geschossen und er hat es vorne wieder ausgekotzt. Was für ein erbärmlicher Wurm! Aber um ihren hochdotierten Job zu behalten, würden diese Typen jede Lüge verbreiten, jede Schandtat gutheißen. Lanz ist ein Brechmittel.

Blatt 015 Fünfzehnter Januar 2026

Ein neuer, moderner Freizeit- und Vergnügungspark wurde für die Führungsriege Germanisch Trans-Ill-Wahniens von Bischof Batzen persönlich eingeweiht. Entworfen und errichtet vom großartigen Künstler Moha Mett Pasedag Pankratius Infantilo. Mit großem Sandkasten für die, die gern auf Sand bauen sowie für jene, die den Wählern Sand in die Augen streuen. Dazu ein paar Förmchen für ihren Pustekuchen. Eine Rutsche für die notorisch abwärts Gleitenden. Ein Klettergerüst mit Seilen für die, die immer in den Seilen hängen. Eine Krabbelröhre für Arschkriecher. Ein Kettenkarussell für jene, die unbequeme Journalisten an die Kette legen wollen. Ein Kinderkarussell mit Holzpferdchen, für die, die stets auf das falsche Pferd setzen oder sich gern sinnlos im Kreis drehen. Und das Wichtigste: Ein großes Windrad, um die Karussells mit ‚erneuerbarer‘ Energie zu betreiben. Nicht zu vergessen, eine Brandmauer, hinter die man zum Pinkeln gehen kann, für die politische Hygiene.

Blatt 014 Vierzehnter Januar 2026

‚Pictures of madness‘ lautet der Titel eines Films, in welchem Hermann Göring und andere von Hitlers Gefolgsleuten in einem Flaggenmeer, in Fantasie-Uniformen, mit Klimbim und Lametta behängt, durch die Straßen einer deutschen Stadt paradieren.

An diesen Film musste ich unweigerlich denken, als ich gestern die Bilder vom Staatsbesuch des Bundeskanzlers in Indien sah. Ein grotesker Propagandafilm, der an Peinlichkeit und Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist. Friedrich Merz wird mal als geckenhafter Beau, als gockelhafter Tölpel, mal als gezierter Dandy in Szene gesetzt. Doch sein unzulänglich camoufliertes Elend blickt durch alle Ritzen seiner Larvenhaut. Im Ausland inszeniert er sich als der große Zampano, wie jüngst in Indien. Fehlt nur noch der Ritt auf einem Elefanten oder die Jagd auf einen menschenfressenden Tiger. Mit der Mobilität von Corona-Viren hopst er von Kontinent zu Kontinent, kleckert nebenbei ein paar Millionen Steuergeld in zumeist verbeulte und löchrige Töpfe, während er daheim die Forderungen einer hinfällig gewordenen Wirtschaft flagrant missachtet.

Zwei seiner Kabinettsmitglieder jetten derweil in die USA. Gleichzeitig aber jeder mit eigenem Flieger. Klingbeil, ein Sozialist der Antifa-Schule, der bereits Schimmel angesetzt hat, versehen mit einem ausdruckslosen Wachsgesicht über einem feisten Hals; und Wadephul, ein Gewächs des Irrsinns, geistig und moralisch abgewrackt. Auf ihrem Weg in die USA trafen sie sich zum Auftanken ihrer Flugzeuge in Island und posierten dort für ein Foto mit geheuchelter Herzlichkeit, als feierten sie ein Wiedersehen nach zwanzigjähriger Trennung.

Kommissar Zaungast drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass Politiker im Verlauf ihrer Karriere zwangsläufig zu seelisch-moralischen Krüppeln degenerieren.

Blatt 013 Dreizehnter Januar 2026

Immer wieder wird von regierungskritischen Medien die marode Infrastruktur thematisiert. Die Straßen werden zu Sackgassen, Einbahnstraßen und Holzwegen. Auch und vor allem die Straßen in der politischen Landschaft. Die Brücken bröseln oder setzen Rost an und werden instabil.

Zaungasts Vorschlag: Lasst die Brücken verrotten! Baut Tunnel statt Brücken! Das verheißt unter anderem Kontinuität in der Politik. Es geht unterirdisch weiter. Lasst die Brücken verrotten, so werden sie vielleicht zu tödlichen Fallen für Russenpanzer. Und in den Tunneln sind wir sicher vor russischen Raketen. Man muss nur tief genug graben. Vielleicht finden wir dort auch noch den Stein der Weisen, den heiligen Gral oder andere Bodenschätze. Oder wir stoßen auf unterirdisch lebende Zivilisationen oder gar auf Cthulhu und all die anderen Monster aus der Vorstellungswelt des amerikanischen Kultautors H. P. Lovecraft.

Und falls mal wieder eine Windmühle in Brand gerät und den Boden verseucht, sollte diese schleunigst durch eine Klapsmühle ersetzt werden. Die Bedürftigen werden Schlange stehen.

Blatt 012 Zwölfter Januar 2026

In einem Kalender für erlesenen Schwachsinn, konservativer Satire sowie grotesken Kriminalfällen dürfen letztere natürlich nicht fehlen. Dieses Jahr hatten wir noch keinen. Hier der Fall eines unheimlichen Serienmörders Teil 1

Das Bild, das sich Kommissar Zaungasts Blicken an diesem verschneiten Januartag darbot, war von einer faszinativen Komik des Grauens, war skurril und entsetzlich zugleich. „Tod durch Strangulation, ohne Zweifel“, erklärte der Amtsarzt dem erstaunten Kommissar. Zaungast und sein Kollege Schwanz blickten auf den aufgeschlitzten Unterleib eines Mannes, dessen Darmschlingen eng um seinen Hals gewunden waren.

„Sie wollen damit sagen, Doktor, dass er noch gelebt hat, als sein Mörder ihm die Därme um den Hals legte?“ – „Ja, da bin ich mir ziemlich sicher. Endgültige Klarheit wird dann die Obduktion bringen. Aber schauen sie sein Gesicht an, die Verfärbung der Haut, die hervor quellenden Augen.“

„So ein Bild ist selbst mir noch nicht unter die Augen gekommen“, konstatierte Kommissar Zaungast. „Hat die Hölle ihn wieder hervorgewürgt, den … äh … Dämon des Marquis de Sade?“ (siehe ‚Zaungast und die Herrschaft der Ampelaner). „Aber wo kommt denn dieser Gestank her? Kommt von da. Wo führt diese Tür hin, Schwanz?“ – „Das ist die Klotür, Chef.“ Der Kommissar öffnete die Tür einen Spalt. „Was für entsetzliche Ausdünstungen! Wer hat denn hier geschissen?“ Zaungast schlug die Tür gleich wieder zu. „Aber es riecht irgendwie gar nicht nach … äh … Scheiße. Und doch kommt mir dieser Geruch bekannt vor …“

Fortsetzung folgt

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