Kategorie: Groteske Kriminalfälle

241. Kalenderblatt 29. 08. 2025

Mitten im Ödland der Haarlosigkeit, etwa im Stirnlappenbereich, sprießt bei Friedrich Merz ein Gewächs. Die fotogenste Haarigkeit, die je einer Denkerstirn zur Zierde gereichte. Kommissar Zaungast möchte hier nicht den Schneeball der Gerüchte ins Rollen bringen, aber die Frage sei erlaubt: Steckt da mehr dahinter? Ist es vielleicht ein Implantat? Von Nietzsches Übermenschen? Beispielsweise? Oder ist es eine Hommage an Salvador Dali, ein, wenn auch nur zwergenhafter Auswuchs von Exzentrizität? Anders ausgedrückt: von Kindsköpfigkeit. Oder ist es etwa ein Sproß aus dem Gewächshaus der Kabbala? Oder doch nur ein Bonsai-Toupet? Ein Unikat und eine Herausforderung für die Elite der Coiffeure, das jeden Preis zum Erhalt und zur Pflege rechtfertigen sollte, ist es allemal. Also regt euch nicht auf über die vielen Steuergelder, die die Maske des Friedrich Merz verschlingt. Gebt dem Gesalbten einfach, was des Gesalbten ist!

Ein anderer Gesalbter, Robert Habeck, entledigte sich der Fetzen von Großmannssucht, die noch an ihm hingen, in einer Talkshow. Mit leerem Wortgeklingel von geradezu narkotischer Schwülstigkeit. Ein Segen, dass er sich nun damit verabschiedet hat! Meint Kommissar Zaungast.

Ermittlungen gegen den Fußballgott:

„Wie kam der Halunke unbemerkt zu seinem Opferstock?“ wunderte sich Herr Schwanz, Zaungasts getreuer Adlatus. „Der Kerl ist unsichtbar, lautlos und unsichtbar, wie Götter das so an sich haben“, sagte Zaungast. „Trotzdem werden wir ihn … äh … kriegen.“

Aber der Fall nahm noch einmal eine unerwartete Wende. Billy Ballisto, Kunstschütze und Freistoßspezialist in Diensten des ersten Fußballclubs Fortuna, einst Sturmpartner des verstorbenen Johnny Krautwurst, wurde beim Waldlauftraining im Marschheimer Forst Opfer eines tragischen Unfalls. Mehr dazu morgen.

240. Kalenderblatt 28. 08. 2025

Ermittlungen gegen den Fußballgott

Wieder war das Skelett unterwegs. Nachts. Gespenstisch wankte die bleiche Gestalt durch den Wald der Windräder. Mit einem von Zaungast handgeschriebenen Zettel. ‚Deponiere morgen im Laufe des Tages zehn Riesen für den Fußballgott. Auf dass der Fußball-Club Fortuna mal wieder Siege auf seine Fahnen schreiben kann. Gezeichnet: Hans Wurst, Johnny Krautwursts Nachlassverwalter und Erbe. Mit einem Klebestreifen befestigte der Skelett-Roboter den Zettel am Opferstock des Fußballgotts. Mit Hilfe von Drohnen wollte Zaungast den Opferstock dann überwachen lassen.

Zaungast machte sich am folgenden Tag persönlich auf den Weg in die Landschaft des Todes, mitten zwischen die riesigen Mahnmale einer geschundenen Natur. Er steckte die präparierten zehn Riesen in den dafür vorgesehenen Schlitz. Drei Tage und Nächte lief die Überwachung durch die Drohnen, ohne dass sich irgend jemand gezeigt hätte. Am vierten Tag ließ Zaungast den Opferstock aufschweißen, um wieder an die Banknoten zu kommen. Er fand nichts als einen Zettel mit der Aufschrift ‚Danke!‘ Der erste Fußball-Club Fortuna gewann sein nächstes Spiel.

238. Kalenderblatt 26. 08. 2025

Zaungast beschloss, seinen ferngesteuerten Skelett-Roboter in das Mühlenlabyrinth zu entsenden, um den Standort des Opferstocks ausfindig zu machen. Gespenstisch schritt der dem menschlichen Skelett exakt nachempfundene Roboter im Geflacker der Positionslichter der Windräder durch den Stangenwald. Der Zufall wollte es, dass er dabei gesehen wurde. Ausgerechnet von einer Polizeistreife, die einem gemeldeten Schadensfall an einem der Windräder nachgehen wollte. Die Beamten trauten ihren Augen nicht und gaben später zu Protokoll, einer Fata morgana begegnet zu sein. Dem Skelett-Roboter gelang es indes, den Opferstock des Fußballgotts aufzuspüren. Die Kameras in seinen Augen konnten alles dokumentieren. Ein Starenkasten ohne Einflugloch aber mit einem Schlitz für Banknoten war unten am Pfeiler eines Windrades befestigt. Auf dem Starenkasten stand in leuchtend weißer Schrift: Hier wohnt Gott. Als das Skelett einen knöchernen Finger an den Kasten legte, bewegte der sich wie ein Aufzug nach oben. Wie weit er nach oben glitt, konnte Zaungast leider nicht erkennen.

Fortsetzung folgt

Der Fall Joachim Paul: Die Medusen feiern ausgelassene Feste in den Hirnen deutscher Juristen. Zynisch angehauchte Urteile deutscher Gerichte setzen die Demokratie matt. Das ganze Staatsgefüge ist nur noch ein undurchschaubares Konstrukt linker NGOs, verfilzt untereinander, verfilzt mit der Justiz, verfilzt mit der Regierung. Deutschland scheint verfault bis in den innersten Kern. Dass sich in Umfragen immer noch ein Drittel der Bürger zu linken Parteien bekennen, muss die noch intakten Gehirne in unserem Land anwehen wie ein schauriger Frost.

236. Kalenderblatt 24. 08. 2025

Messerstecher Uwe

Uwe ging gern Joggen. Im Park. Allein. Frau Dumm-Ja Halali, eine notorische Lügnerin und Faktenverbiegerin, ging gern spazieren. Im Park. Mit Hund. Rassehund. Afghane Ali Halali. Nicht angeleint. Ohne Maulkorb. Das war gegen die Vorschrift. Es kam zu einer folgenschweren Begegnung. Denn Ali Halali hatte schlechte Laune an jenem Tag. Dumm-Ja Halali hatte jeden Tag schlechte Laune. Uwe sah das Unheil auf sich zukommen. Kläffend, knurrend, geifernd. Familie Mayer; Papa, Mama, Tochter und Sohn, machte gern Picknick, Brotzeit. Im Park. Sie führten einen Korb mit Lebensmitteln mit sich. Darin lag auch ein Messer. Zum Schneiden, Filetieren und Schälen. Familie Mayer und Uwe befanden sich gerade auf einer Höhe, als Ali heranstürmte. Er stieß gegen den Korb der Familie Mayer. Schwuppdiwupp fiel das Messer heraus. Uwe vor die Füße. Ali schnappte nach Uwe. Uwe schnappte nach dem Messer.

Die Medien berichteten am nächsten Tag ausführlich über den Zwischenfall. Fernsehsender brachten einen Brennpunkt. ‚Messerstecher Uwe tötet Afghanen auf bestialische Weise.‘ Eine linksgepolte Richterin verurteilte Uwe später zu zwanzig Jahren Haftstrafe ohne Bewährung. Ali Halali wurde posthum geehrt und bekam ein Staatsbegräbnis. Dumm gelaufen für Uwe. Dumm-Ja.

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