Kategorie: Erlesener Schwachsinn (Seite 1 von 2)

Blatt 009 Neunter Januar 2026

Seit drei Tagen stand er auf einem Bein … in der Palliativstation. Er war bereits so schwach, dass er es nicht mehr ins Bett schaffte. Warum ihm niemand geholfen hat? Er hatte sich unsichtbar gemacht, da er splitternackt war. Am vierten Tag wechselte er das Standbein. Von rechts auf links. Da im linken Bein das Mark fehlte, knickte er ein. Friedrich – Hans Knickebein – Merz, direkter Abkömmling des anarchistischen Unglücksraben Hans Huckebein aus der Feder von Wilhelm Busch.

Die CDU betreibt eine der größten Palliativstationen der Republik. Weimer, Wegner, Merz und nun auch Günther sind bereits politisch tot und werden am Tropf der Linken künstlich am Leben gehalten. Die Knalltüte Günther – hohl, aufgeblasen und schon immer auf dem linken Bein stehend – ist nun endlich geplatzt. Die Fetzen von Wichtigtuerei, die noch an ihm hängen, flattern lustig im Wind viel zu milde ausfallender Kritik. Daniel in der Schlangengrube. Da soll er auch bleiben!

361. Kalenderblatt 27. 12. 2025

Weihnachten ist vorüber. Die Zeit der Haustiere, die den Vorstellungen der beschenkten Tierliebhaber nicht entsprechen und im Tierheim landen oder sogar ausgesetzt werden, beginnt. Das freut die Zunft der Hundefänger, die zu Weihnachten eine NGO gegründet haben. Der wahre Hintergrund dieser Neugründung aber ist die kolportierte Aversion arabischer und muslimischer Mitbürger gegen Hunde. Der große arabische Dichter Abu Hamma al Messa al Macheta hat zu diesem Anlass das Marschlied der Hundefänger verfasst.

Mit der Schlinge in der Hand und dem Messer im Gewand

ziehen wir zu früher Stund auf die Jagd nach dem Hund.

Groß oder klein fangen wir sie ein. Pudel, Pinscher und Chow Chow. Wau, wau, wau.

Und des Messers scharfe Schneide dringt ihm in die Eingeweide,

und der Schlinge fester Strick bricht dem Köter das Genick.

Groß oder klein fangen wir sie ein. Pudel, Pinscher und Chow Chow. Wau, wau, wau.

356. Kalenderblatt 22. 12. 2025

Weihnachtsleak. Meyrinks Engel vom westlichen Fenster machte es publik. Als Schikanenplaner der Regierung fungiert der Großmeister der okkulten Wissenschaften Keokuk Killimannkicki. „Wir planieren die planlose Planwirtschaft zu einer durchgeplanten Planlosigkeit und verfügen damit zum ersten Mal über einen richtigen Plan“, sagt Keokuk Killimannkicki. „Wir verwandeln das Tollhaus in ein Totenhaus. Wir lassen die Betriebe sterben, wir lassen die Illusionen sterben, wir lassen die Freiheit sterben. Wir mästen die moralische Verwahrlosung, wir mästen die Lüge. Es geht aufwärts!“ Der Schweigemarsch einer Kompanie von Gehängten, Geköpften, Gebrannten und Gesalbten zog an ihm vorüber. Er salutierte, und der kopflose Major ließ in Erwiderung dessen eine kleine Blutfontäne aus seinem Halsstumpf spritzen. Keokuk wusste diese Geste der Dankbarkeit zu würdigen. Blaue Flämmchen züngelten aus seinen Nasenlöchern, aus seinen Augen schossen Blitze, die Lippen glühten wie die Heizstäbe eines Grills. Dann öffnete sich sein Mund und es war, als blickte man in den Krater eines Vulkans.

Das Schicksal sollte sich barmherzig zeigen und endlich die Pferde wechseln, um mit Lord Byron zu sprechen.

346. Kalenderblatt 12. 12. 2025

Die Pandemie der Schutzengel

Als die für die Sektion Westeuropa zuständigen Schutzengel die Mauser gerade glücklich überstanden hatten, bemerkte der Engel Federweißer, wie es sich kleine Tierchen in seinem Gefieder gemütlich machten. Federlinge, so eine Art Läuse, Insekten jedenfalls. Sofort meldete er seine Entdeckung dem Erzengel Federfuchser, welcher augenblicklich eine Pandemie ausrief. Als sich auch noch Motten zu den Federlingen gesellten, wurden die meisten Engel schnell dienstunfähig, flügellahm sozusagen. Die größte Katastrophe in der klerikalen Luftfahrt, der Supergau. Die Menschen Westeuropas waren ihrer Schutzengel beraubt. Sie verfielen daraufhin dem Wahnsinn. Besonders betroffen war die Sub-Region Deutschland. Doch den Engeln erging es nicht besser. Sie verloren nach und nach ihre Federn und büßten dadurch auch ihre Unsichtbarkeit ein. Die Engel stürzten ab, lagen am Boden wie totes Geflügel und landeten als Brathendl auf dem Münchner Oktoberfest.

Hatte der Leser sich Engel größer vorgestellt? Er möge bedenken: Sämtliche Vertreter überlegener Zivilisationen sind irgendwie zwergenhaft, haben einen Hang zum Diminutivum, wie die Engel, wie die kleinen grünen Männchen aus dem All, wie die Ameisen und Termiten. Und die Götter? Die kann man nicht einmal unter dem Mikroskop erkennen.

335. Kalenderblatt 01. 12. 2025

Gottseibeiuns

Der Hüter und Bewahrer des Großsiegels vom Geschlecht der von Trottel und Taugenichts, F. M., huldigte der Ansicht, dass ein Genie seines Kalibers weder Wissen noch den Drang nach Wissen nötig hat. Zu diesem – natürlich nur aus Spießbürgersicht betrachteten – Mangel gesellte sich dann Instinktlosigkeit. Etwas in seinem Kopf, was Kommissar Zaungast nicht in der Lage ist, zu bezeichnen … wie kann man auch etwas mit einem Substantiv belegen, das nichts Substanzielles vorzuweisen hat, dieses Etwas in seinem Kopf hebelte in einem barbarischen Kraftakt die Gesetze der Logik und des Verstandes aus, um sie dem salpetrigen Gewieher geifernder Dämonenmäuler auszusetzen.

Aber wie sagte doch einst Nicolas Gomez Davila: „Ein verständlicher Gott ist kein Vertrauen erweckender Gott.“

322. Kalenderblatt 18. 11. 2025

Der Salat ist angerichtet. Da haben wir den Salat! Grüner Salat mit Roter Beete, den Restprodukten aus der konservativen Küche. Als Salatdressing dient eine Mischung aus Waschpulver, Hammeltalgpomade und einer Prise TNT. Der spartakistische Salzstreuer und die trotzkistische Pfeffermühle stehen bei Fuß neben der Schüssel und führen einen heftigen Streit um die Würzkompetenz. Ein seines roten Fleisches entkleideter Kirschkern, der gerade in der Salatschüssel biwakierte, wurde trotz seiner entlarvenden Nacktheit als des Pudels Kern angesehen. Sechsbeinige Vagabunden patrouillierten zwischen den angefaulten Blättern. Und eine Quotenhenne hat auch noch ein faules Ei hineingelegt. Da kann sich sogar die sozialistische Schmalhansküche noch Anregungen holen.

Sechs Tore, sechs Schnäpse, die Grenze zur Trunkenheit wurde wieder angekratzt. (siehe 321. Blatt) Erstaunlich. Apollo News landete den nächsten preiswürdigen Coup. Saubere Arbeit. Weiter so! NIUS muss aufpassen, dass es nicht völlig verschlammt. Der Youtube-Kanal ist neuerdings von Werbung geradezu verseucht. Und man muss auch nicht Dieter Bohlen mit einer Staraureole versehen. Heute Morgen wurde er sogar auf den Kothurn eines ‚Polit-Titanen‘ gehoben, nur weil er ein paar hinlänglich bekannte Binsenweisheiten geäußert hat. Das ist lächerlich, auch wenn er in der Sache zweifellos Recht hat.

314. Kalenderblatt 10. 11. 2025

Das Kroko und die Groko 1. Teil

Ein Krokodil in preussischer Generalsuniform und einer Sioux-Federhaube auf dem Kopf, lag grinsend in seinem Teich und lauerte auf Beute. Der Teich war trüb aber nicht tief, so wie viele Politiker und Intellektuelle, die Tiefe vortäuschen aber nur Schlamm aufrühren. Ein Christdemokrat näherte sich dem Teich. Hinkend. Er schleppte das rechte Bein nach. Er sah die vermeintliche Tiefe des Teiches und nahm sie gleich für bare Münze, er sah aber nicht das Krokodil. Den Federschmuck hielt er für einen Schwan, denn das Krokodil flötete eine Melodie aus ‚Schwanensee‘. Die Echse verfügte über das Talent der Sirenen aus der griechischen Sage. Das Krokodil hatte den Rachen aufgesperrt. Der Rachen war rot, der Schwanz der Echse grün. Es fraß den Christdemokraten mit Haut und Haaren.

308. Kalenderblatt 04. 11. 2025

Er will sich den Schuh nicht anziehen und tritt in die Fettnäpfchen.

Seine Hände steckten in Boxhandschuhen, doch statt des Sandsacks fand er ein Klavier vor.

Er hat den Mülleimer genommen und verschmäht den Einkaufswagen.

Er hat den Kanarienvogel gefüttert, aber den hatte schon vor drei Tagen die Katze gefressen.

Er hat seinen Hahn stranguliert, aber es war das Radio und Herbert Grönemeyer, die ihn aus seinen hochfliegenden Träumen gekrächzt haben.

Er glaubte der Parole ‚Kling Heil!‘ und bekam das Beil der Guillotine.

307. Kalenderblatt 03. 11. 2025

Also sprach King Beil hinter verschlossenen Türen zu seinen Getreuen: „Hexenverfolgung betreiben wir ja bereits, das ist für jeden ersichtlich. Nun sollten wir die Hexen aber auch endlich als solche benennen.“

Kurz darauf berichteten erste Meldestellen und NGOs über das Auftauchen lautlos sich bewegender unbekannter Flugobjekte am Nachthimmel. Zunächst vermutete man, dass es sich dabei um Drohnen handelte. Die linke Scheelsicht der Beobachter identifizierte diese aber dann als Besen. Die Sichtungen häuften sich, Flughäfen mussten den Betrieb einstellen, Alarmrotten der Luftwaffe stiegen auf, um diese Besen abzufangen, denn es zeigte sich bald, dass die Besen geritten wurden. Von Hexen. Die Qualitätsmedien berichteten ausführlich darüber, also glaubten es die Leute.

Einem Recherche-Team von ARD, ZDF und Süddeutscher Zeitung gelang es schließlich, die geheimen Strukturen der Besenkammer aufzudecken, einer Vereinigung oppositioneller Flughexen unter Führung von Alice aus dem Hexenland. Zu Recht erhielt das Recherche-Team den ersten Preis für Investigativen Journalismus.

Die Regierung gab endlich Grünes Licht für eine weitere Verschärfung des Kampfs gegen rechte Hexe.

294. Kalenderblatt 21. 10. 2025

Auf dem heutigen Kalenderblatt geht es um die Erschließung wertvoller Rohstoffe sowie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Migranten.

Professor Felix Poppenheimer hat in zahlreichen Versuchsreihen herausgefunden, dass das männliche Glied im Zustand der Erektion wie eine Wünschelrute funktionieren kann. Da liegt es doch nahe, die geflüchteten jungen Männer als Wünschelrutengänger zu rekrutieren und auf die Reise kreuz und quer durch die Republik zu schicken, um verborgene Bodenschätze wie Öl, Gas, Kohle, Edelmetalle oder Seltene Erden aufzuspüren. Gleichzeitig böte man ihnen dadurch eine sinnvolle und lohnende Beschäftigung an. Das Problem der Dauererektion könnte die Brasilianische Wanderspinne lösen, deren Biss bei männlichen Personen angeblich eine stundenlange, leider aber auch schmerzhafte Dauererektion hervorruft.

Zehn kleine N….lein gehn‘ abseits der Chaussee, Köpfchen in den Sand und Schwänzchen in die Höh‘.

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