‚Pictures of madness‘ lautet der Titel eines Films, in welchem Hermann Göring und andere von Hitlers Gefolgsleuten in einem Flaggenmeer, in Fantasie-Uniformen, mit Klimbim und Lametta behängt, durch die Straßen einer deutschen Stadt paradieren.

An diesen Film musste ich unweigerlich denken, als ich gestern die Bilder vom Staatsbesuch des Bundeskanzlers in Indien sah. Ein grotesker Propagandafilm, der an Peinlichkeit und Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist. Friedrich Merz wird mal als geckenhafter Beau, als gockelhafter Tölpel, mal als gezierter Dandy in Szene gesetzt. Doch sein unzulänglich camoufliertes Elend blickt durch alle Ritzen seiner Larvenhaut. Im Ausland inszeniert er sich als der große Zampano, wie jüngst in Indien. Fehlt nur noch der Ritt auf einem Elefanten oder die Jagd auf einen menschenfressenden Tiger. Mit der Mobilität von Corona-Viren hopst er von Kontinent zu Kontinent, kleckert nebenbei ein paar Millionen Steuergeld in zumeist verbeulte und löchrige Töpfe, während er daheim die Forderungen einer hinfällig gewordenen Wirtschaft flagrant missachtet.

Zwei seiner Kabinettsmitglieder jetten derweil in die USA. Gleichzeitig aber jeder mit eigenem Flieger. Klingbeil, ein Sozialist der Antifa-Schule, der bereits Schimmel angesetzt hat, versehen mit einem ausdruckslosen Wachsgesicht über einem feisten Hals; und Wadephul, ein Gewächs des Irrsinns, geistig und moralisch abgewrackt. Auf ihrem Weg in die USA trafen sie sich zum Auftanken ihrer Flugzeuge in Island und posierten dort für ein Foto mit geheuchelter Herzlichkeit, als feierten sie ein Wiedersehen nach zwanzigjähriger Trennung.

Kommissar Zaungast drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass Politiker im Verlauf ihrer Karriere zwangsläufig zu seelisch-moralischen Krüppeln degenerieren.