Ermittlungen gegen den Fußballgott
Wieder war das Skelett unterwegs. Nachts. Gespenstisch wankte die bleiche Gestalt durch den Wald der Windräder. Mit einem von Zaungast handgeschriebenen Zettel. ‚Deponiere morgen im Laufe des Tages zehn Riesen für den Fußballgott. Auf dass der Fußball-Club Fortuna mal wieder Siege auf seine Fahnen schreiben kann. Gezeichnet: Hans Wurst, Johnny Krautwursts Nachlassverwalter und Erbe. Mit einem Klebestreifen befestigte der Skelett-Roboter den Zettel am Opferstock des Fußballgotts. Mit Hilfe von Drohnen wollte Zaungast den Opferstock dann überwachen lassen.
Zaungast machte sich am folgenden Tag persönlich auf den Weg in die Landschaft des Todes, mitten zwischen die riesigen Mahnmale einer geschundenen Natur. Er steckte die präparierten zehn Riesen in den dafür vorgesehenen Schlitz. Drei Tage und Nächte lief die Überwachung durch die Drohnen, ohne dass sich irgend jemand gezeigt hätte. Am vierten Tag ließ Zaungast den Opferstock aufschweißen, um wieder an die Banknoten zu kommen. Er fand nichts als einen Zettel mit der Aufschrift ‚Danke!‘ Der erste Fußball-Club Fortuna gewann sein nächstes Spiel.
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