Ein Erdbeben, dessen Epizentrum genau unter einem Friedhof lag, bewirkte, dass die Erde vorzeitig das ausspie, was wieder zu Staub werden sollte. Gestank ausrülpsend öffnete sich ein alter wurmstichiger Sarg und heraus kletterte ein mit fauligen Fleischresten befetztes Aas. ‚Ach wie sehe ich hässlich aus, mit den Fleischfetzen, die noch an meinem Skelett kleben! Und dieser fürchterliche Gestank!‘ sagte sich das Aas und schämte sich … nicht. Ein Aas kennt weder Ehre noch Scham.

Einmal Kotzbrocken … immer Kotzbrocken, so ist das nun einmal. Denn schon zu Lebzeiten war Herr Böhmermonk, ein böhmischer Adliger aus einem böhmischen Dorf, ein Aas!

Eine Abteilung von Grab zu Grab vagabundierender Aaskäfer patroullierte zu Füßen des Herrn Böhmermonk. „Nagt mich sauber!“ verlangte Böhmermonk. „Pardon, wir sind Vegetarier“, sagten die Aaskäfer. „Scheiße!“ fluchte das Aas und wandte sich an die Maden, die in seinem aasigen Fleisch gemümmelt hatten. „Ihr Würmer“, sagte das Aas, „vollendet nun, was ihr begonnen habt, beeilt euch, nagt mich sauber!“ „Pardon, wir sind satt“, sagten die Maden. Blieben als letzte Hoffnung Böhmermonks nur noch die Ratten?

Fortsetzung folgt