Auf den letzten Kalenderblättern war so oft, leider aus aktuellem Anlass, vom Hass die Rede. Heute wollen wir uns der Liebe zuwenden.
Liebe ist eine spezielle Form der Psychose. Für die geschlechtliche Form der Liebe gilt dies nur eingeschränkt, denn sie ist weder ein Phänomen des Kopfes noch des Herzens, sie ist ein Phänomen des Unterleibs. Ein Strom von Elementarteilchen, Quarks, Elektronen oder was weiß ich bewirkt, dass wir uns verlieben, bestimmt durch die Art und Richtung ihres Fließens, wen wir mögen und wen nicht.
Wir können im Rahmen eines Kalenderblattes nicht das gesamte Spektrum der Liebe abhandeln, werfen wir aber an dieser Stelle noch das Auge des Zynikers auf eine besondere Form von Liebe, der Mutterliebe. „Mein Sohn hat das nicht getan. Mein Sohn könnte so etwas niemals tun!“ Wie oft haben wir diese Worte schon hören müssen! Diese sogenannte Mutterliebe ist nichts denn Vergötzung einer Kreatur, deren Bösartigkeit im eigenen Genpool wurzelt.
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