Zaungasts Kalender 2026

Nach Vollendung eines Jahres geht der Blick zurück. Meist im Zorn. Im Zorn und eben zurück, denn nach vorn, wo man den Abgrund wähnt in 2026, fehlt einem fast die Traute. Nur die Utopisten sehen das Eldorado, die Realisten das Helldorado. Hell nicht im lichten, nein, im luziferischen Sinne. St. Veit bittet zum Tanz im Plenarsaal. Veitstänzer Merz balzt die rote Heidi an. Wirtschafts- und Finanzminister rühren ranziges Fett unter den Quark, der die Wirtschaft beleben soll. Die Selbstverulkung der Kurie wird sich fortsetzen, der Teufel wird frohlocken über das Helldorado vom Batzen Bätzing, auf den ein gläubiger Christ keinen Heller mehr setzen sollte. Unvereinbare Dinge gehen immer enger auf Tuchfühlung, das war 2025 so, das wird 2026 vermutlich böse enden.

Zaungasts Prognose: 2026 wird ein Jahr der Gewalt, ein Jahr der Misswirtschaft, ein Jahr politischer Intrigen, der Wahlfälschungen, der Lügen. Die Blockparteien werden versuchen, jede Opposition, sei sie parlamentarisch, sei sie außerparlamentarisch, mit den Mitteln des Faschismus auszuschalten. 2026 wird das übelste Jahr in der bundesdeutschen Geschichte, es sei denn, die Made in Germany verpuppt sich endlich und wird dann zum flugfähigen, wehrhaften Kerbtier.

Illustration Michael Bluemel

Illustration Michael Bluemel

365. Kalenderblatt 31. 12. 2025

Die Sylvesternacht steht unmittelbar bevor, man muss das Schlimmste befürchten. Eine neue Runde der Gewalt, ein Menetekel für das kommende Jahr 2026. Ein Herr Koopmans hat wohl hochgerechnet, dass in 50 Jahren sieben Millionen Syrer in Deutschland leben werden. Er hat in Wirklichkeit tiefgerechnet. Falls sich an den heutigen Zuständen nichts ändert, werden es mehr sein. Es sei denn, es wird abgerechnet. Von den Wählern. Bei den nächsten Wahlen.

Aber wir haben ja jetzt eine Raumfahrtministerin. Sollen deutsche Bürger das Land aufgeben und den Weltraum besiedeln? Raumfahrtministerin ohne Raumfahrt! Traumfahrtministerin Bär. Wir hatten bereits Frau Baerbock als Außenministerin. Ist nicht eine Bärendienstleisterin genug gewesen? Und Merz, die eingefleischte Lüge? Klingbeil, die inkarnierte Niedertracht? Kommentar überflüssig. Linnemann war Hoffnungsträger. Nun platscht auch er auf Schritt und Tritt in die schmutzigen Pfützen, mit denen die politische Landschaft so überreich gesegnet ist. Und da wir gerade beim nassen Element und beim Segen sind: In die Weihwasserbecken der beiden Amtskirchen hat anscheinend der Teufel gepisst.

Morgen erscheint das erste Blatt von Zaungasts Kalender 2026. Es ist geplant, den 2025er Kalender als Buch herauszugeben. Kommt alle gut ins neue Jahr, bleibt gesund oder werdet gesund!

Wünscht Kommissar Zaungast

364. Kalenderblatt 30. 12. 2025

Aus Kommissar Zaungasts Aphorismenschatz

Staatsmänner und Diplomaten sind auf Gedeih und Verderb von ihren rhetorischen Fähigkeiten abhängig, denn sie brauchen diese, um den Mangel an Inhalt dessen, was sie sagen, zu kaschieren.

Der eine Politiker erweckt den Anschein eines Falschmünzers, der andere den einer falschen Münze.

Der Wahrheitsgehalt ihrer Reden ist geringer als der Fettanteil im Magerquark. Darüber kann auch ein gewisses Belcanto nicht hinwegtäuschen.

Nach dem Ende der Naziherrschaft sahen wir Trümmerfrauen in positiver Konnotation. Heutzutage sehen wir die ganze links-feministische Quotenbagage, wie sie bestrebt ist, unser Land in Trümmer zu legen.

Lieber benutze ich wieder Muschelschalen oder Tierknochen als Zahlungsmittel als den digitalen Euro.

Zur Coronazeit war das Verordnen von Masken ein wichtiges Bedürfnis der Politiker. Dieses ist abgelöst worden durch das Verordnen von Maulkörben.

Die Evolution der belebten als auch der unbelebten Natur vollzieht sich in langen Zeiträumen, deswegen sind ihre Produkte gut. Die Entwicklung der menschlichen Zivilisation verläuft rasend schnell, deswegen sind die meisten ihrer Produkte verderblich.

363. Kalenderblatt 29. 12. 2025

Kommissar Zaungast hörte zufällig von der merkwürdigen Christmetten-Inszenierung im ARD oder ZDF. Die Kirchen scheinen nun endgültig die Marschrichtung ins Queere eingeschlagen zu haben, während immer mehr Mitglieder sich abwenden und in die andere Richtung marschieren. Sowohl evangelische als auch katholische Kirche haben sich an die Kette des linken Zeitgeists geschmiedet, ohne zu registrieren, dass dessen Geisterstunde, wie jede Geisterstunde, ein Verfallsdatum hat. Dieser Spuk sieht seine Morgendämmerung heraufziehen. Deshalb fährt er noch einmal alle Geschütze auf und feuert aus allen Rohren. Die im Mystischen wurzelnde Lehre der Kirche ist einer Leere gewichen, die den wahren Gläubigen angähnt wie ein Müdigkeit signalisierendes Nihilpferd (Zaungast weiß, dass es Flusspferd heißt). Aber regt euch nicht auf, liebe Christen, Blasphemie gibt es nicht, kann es nicht geben. Gott, so er denn existiert, ist jenseits dessen, was sich lästern lässt.

Nun noch ein Wort zu Annalena von Hodenberg, Gründerin von ‚Hate Aid‘. Ich war einigermaßen verblüfft über den Namen. Als Vertreterin der feministischen, queeren, woken, linken et cetera Denkweise hätte sie sich längst umbenennen müssen in von Tittenberg. Soviel Gendergerechtigkeit sollten selbst wir dieser bedauernswerten Person zugestehen. Titten passen zudem auch besser zu Berg als Hoden.

Meint Kommissar Zaungast

362. Kalenderblatt 28. 12. 2025

Drei zwielichtige Figuren bringen sich in Positur, das schwierige Erbe von Merz, Klingbeil und Söder, ‚Kampf gegen Rechts‘ anzutreten: Herbert Grönemeyer, Hape Kerkeling und Günter Jauch. Grönemeyer: Ein röchelnder Kapaun mit rostigen Stimmbändern und pseudointellektuell verbrämten Schwachsinnstexten. Hape Kerkeling (ich musste zunächst recherchieren, wer das überhaupt ist): Eine erloschene, stinkende Komödianten-Funzel. Günter Jauch: Ein Beau, ein Pfau mit einem Lurchgesicht, der glaubt, er habe das Rad erfunden, dabei ein Hans Dampf in allen Fernsehkloaken. Ausgerechnet diese geistige(n) Insolvenz-Verwalter maßen sich an, Wahlempfehlungen zu geben und die Opposition zu diskreditieren. Die Klugscheißer glauben, indem sie ihre Klugscheiße mit reichlich Moralin würzen, diese den Menschen schmackhaft zu machen.

361. Kalenderblatt 27. 12. 2025

Weihnachten ist vorüber. Die Zeit der Haustiere, die den Vorstellungen der beschenkten Tierliebhaber nicht entsprechen und im Tierheim landen oder sogar ausgesetzt werden, beginnt. Das freut die Zunft der Hundefänger, die zu Weihnachten eine NGO gegründet haben. Der wahre Hintergrund dieser Neugründung aber ist die kolportierte Aversion arabischer und muslimischer Mitbürger gegen Hunde. Der große arabische Dichter Abu Hamma al Messa al Macheta hat zu diesem Anlass das Marschlied der Hundefänger verfasst.

Mit der Schlinge in der Hand und dem Messer im Gewand

ziehen wir zu früher Stund auf die Jagd nach dem Hund.

Groß oder klein fangen wir sie ein. Pudel, Pinscher und Chow Chow. Wau, wau, wau.

Und des Messers scharfe Schneide dringt ihm in die Eingeweide,

und der Schlinge fester Strick bricht dem Köter das Genick.

Groß oder klein fangen wir sie ein. Pudel, Pinscher und Chow Chow. Wau, wau, wau.

360. Kalenderblatt 26. 12. 2025

Der zweite Weihnachtstag ist der Tag des heiligen Stephan, des ersten Märtyrers des christlichen Glaubens. Das christliche Märtyrertum scheint vor einer neuen Hochkonjunktur zu stehen. Laut Tichys Einblick gab es im letzten Jahr in Europa 94 Brandanschläge auf christliche Kirchen, davon 33 in Deutschland. Auch da ist unser Land wieder unrühmlicher Spitzenreiter. Dazu kommen geschändete und verwüstete Friedhöfe und unzählige Schmierereien und Beschädigungen an christlichen Symbolen. Täter, sofern sie ermittelt werden konnten, Muslime und Linksextreme. Die Konsequenz, die von den ‚Christdemokraten‘ daraus gezogen wird, ist die Einführung eines Gedenktages gegen Islamfeindlichkeit. Linksparteien (wobei ich die CDU mit einbeziehe), Gewerkschaften und die Kirchen selbst spenden dem Beifall. Die Schandtaten, die im Namen des Christentums verübt wurden, sollen hiermit nicht relativiert werden.

Und der Ausblick auf die Zukunft, auf das Jahr 2026: Das neue und hochwirksame Entlaubungsmittel CDU beraubt das zarte Pflänzchen der Hoffnung seiner letzten Blätter.

359. Kalenderblatt 25. 12. 2025

Weihnachten. Die Christen auf der ganzen Welt feiern die Geburt des Prototypen aller Stehaufmännchen, dessen Auferstehung wir dann zu Ostern zelebrieren werden. Besinnliche Gedanken dazu brachte dieser großartige Kalender bereits gestern zum Heiligen Abend in Form von Zitaten aus Friedrich Schlegels ‚Fragmenten‘. Heute gibt es wieder Garstiges von Kommissar Zaungast, Zaungarstiges:

Unter den Politikern der Kartellparteien hat sich ein Kastengeist etabliert, der groteske Ausmaße angenommen hat. In den vom Wahnsinn angefressenen Köpfen schrumpft das Gehirn zu einer Rosine und bringt nichts als Rosinen hervor. Ihre Brandmauer ragt immer höher in den trüben Himmel, schließt sich kreisförmig und wird zum Brunnen, in dessen stygischer Tiefe nichts als Hass und Dummheit brüten.

Der Kanzler und seine leeren Versprechungen, seine dreisten Lügen? Warum soll er sich rechtfertigen? Und wofür? Das Genie ist schließlich nur sich selbst Rechenschaft schuldig. Der Staub der Kritik, den seine Widersacher aufwirbeln, erreicht seine Hochnäsigkeit nicht, deshalb nimmt er auch seinen eigenen Gestank nicht wahr. Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller setzt er in Ächtung. Der Gedanke tritt ihm über die Lippen, ohne vorher durch den Filter der Vernunft zu gehen.

Misseuropa besitzt sämtliche Unfähigkeiten, die man benötigt, um in der Politik die Karriereleiter zu erklimmen, sie kriecht in jeden Arsch, der über ihr auf der Leiter schwebt, und sie tritt nach jedem Kopf, der sich anmaßt, ihr nachzusteigen. Nun hat sie die höchste Stufe der Unfähigkeit erreicht.

Die Hierarchie der Sitzgelegenheiten: Fernsehsessel, Ministersessel, Thronsessel, Nachttopf.

Einen Menschen von Format kann man nicht beleidigen, auch keine Leberwurst, wohl aber die Eigenliebe des Narzisten. (Die neue Rechtschreibung für das Wort Narzist wurde hier bewusst ignoriert. Die ‚Rechtschreibreform‘ war bereits eine Vorstufe des ‚Genderns‘.)

358. Kalenderblatt 24. 12. 2025

Zum Heiligabend etwas Besinnliches. Dafür aber ist Zaungast nicht zuständig. Er übergibt noch einmal das Wort an Friedrich Schlegel, einen der führenden Vertreter der deutschen Romantik:

„Jeder Begriff von Gott ist leeres Geschwätz. Aber die Idee der Gottheit ist die Idee aller Ideen.“

„Die Religion ist nicht bloß ein Teil der Bildung, ein Glied der Menschheit, sondern das Zentrum aller übrigen, überall das Erste und Höchste, das schlechthin Ursprüngliche.“

„Frei ist der Mensch, wenn er Gott hervorbringt oder sichtbar macht, und dadurch wird er unsterblich.“

„Die Religion ist schlechthin unergründlich. Man kann in ihr überall ins Unendliche immer tiefer graben.“

„Die Religion ist die zentripetale und zentrifugale Kraft im menschlichen Geiste und was beide verbindet.“

„Zur Vielseitigkeit gehört nicht allein ein weitumfassendes System, sondern auch Sinn für das Chaos außerhalb desselben, wie zur Menschheit der Sinn für ein Jenseits der Menschheit.“

357. Kalenderblatt 23. 12. 2025

Bemerkungen zur Explosion der Edelmetallpreise

Goldesel streck dich, Tischlein deck dich, Knüppel aus dem Sack. Frei nach den Gebrüdern Grimm. Der Goldesel kackt zur Zeit große Haufen. Das heißt Tischlein deck dich für Bergbauunternehmen und deren Aktionäre. Für die verantwortungsvollen Politiker sollte nur der Knüppel aus dem Sack in Gestalt der Abstrafung durch den Wähler bleiben. Eine Goldhausse ist untrügliches Zeichen für Zukunftsängste und Misstrauen in die Politik. Die Kackhaufen des Goldesels werden weiter anwachsen im selben Maße wie die Aufgaben und Probleme, die von unseren Politikern verkackt werden.

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