Schlagwort: Wort zum Sonntag

Blatt 277 Vierter Oktober 2026

Das Wort zum Sonntag übertragen wir heute einem großen Franzosen: Denis Diderot.

„Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seinen Zwang.“

„Mein Luxus ist noch jung, und das Gift hat noch nicht gewirkt, aber wer weiß, was mit der Zeit noch geschieht?“

„Besser ist es, große Sachen zu schreiben, als kleine zu tun.“

„Gewöhnlich entsteht die Größe des Charakters aus einem natürlichen Gleichgewicht mehrerer entgegengesetzter Eigenschaften.“

„Man spuckt auf einen kleinen Schelm, aber man kann einem großen Verbrecher eine Art Achtung nicht verweigern.“

„Die Dankbarkeit ist eine Last, und jede Last mag man gern abwerfen.“

Blatt 011 Elfter Januar 2026

Das Wort zum Sonntag erhält, wie schon einmal im letzten Jahr, der konservative Denker und Aphoristiker Nicolas Gomez Davila. Aphorismen mit engem Bezug zur heutigen Zeit.

„Das Gesetz ist der Embryo des Terrors.“

„Man rebelliert nie gegen die Autorität, sondern nur gegen jene, die sie sich zu Unrecht anmaßen.“

„Die Kirche wollte, als sie ihre Türen weit öffnete, den Eintritt für die von draußen erleichtern, ohne zu bedenken, daß sie vielmehr den Austritt derer erleichterte, die drinnen waren.“

„Die neue Linke sammelt jene, die die Wirkungslosigkeit des Heilmittels zugeben, ohne den Glauben an das Rezept zu verlieren.“

„Ohne schmutzige Hände gibt es für den Linken kein reines Gewissen.“

„Das Talent entsteht spontan, doch es scheint auch geistig aseptische Epochen zu geben – wie die unsrige.“

„Die Freiheit ist das Recht, anders zu sein; die Gleichheit ist das Verbot, es zu sein.“

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