Schlagwort: Stein der Weisen

Blatt 279 Sechster Oktober 2026

Quizfrage gestern bei Günter Jauch, sinngemäß wiedergegeben: Ein Sperrgebiet auf einer indischen Insel schützt a) ein isoliertes Volk, oder b) den Stein der Weisen? Die Kandidatin, IQ 135-140, Super-Abitur, Preisträgerin beim Interpretieren philosophischer Texte, tendiert zur Antwort b) Stein der Weisen. Da sie sich nicht sicher ist, ruft sie über den Telephon-Joker eine ihr bekannte Fernsehjournalistin an. Die Empfehlung der Fernsehjournalistin lautet b) Stein der Weisen. Das ist Realsatire vom Feinsten. Ich sage nur Pisa…Pisa…Pisa.

Sowohl eine Intelligenzbestie als auch eine Fernsehjournalistin sollten wissen, dass man aus Scheiße oder Blei kein Gold herstellen kann, wie die Alchimisten am Hof Kaiser Rudolfs zu Prag geglaubt hatten.

Blatt 013 Dreizehnter Januar 2026

Immer wieder wird von regierungskritischen Medien die marode Infrastruktur thematisiert. Die Straßen werden zu Sackgassen, Einbahnstraßen und Holzwegen. Auch und vor allem die Straßen in der politischen Landschaft. Die Brücken bröseln oder setzen Rost an und werden instabil.

Zaungasts Vorschlag: Lasst die Brücken verrotten! Baut Tunnel statt Brücken! Das verheißt unter anderem Kontinuität in der Politik. Es geht unterirdisch weiter. Lasst die Brücken verrotten, so werden sie vielleicht zu tödlichen Fallen für Russenpanzer. Und in den Tunneln sind wir sicher vor russischen Raketen. Man muss nur tief genug graben. Vielleicht finden wir dort auch noch den Stein der Weisen, den heiligen Gral oder andere Bodenschätze. Oder wir stoßen auf unterirdisch lebende Zivilisationen oder gar auf Cthulhu und all die anderen Monster aus der Vorstellungswelt des amerikanischen Kultautors H. P. Lovecraft.

Und falls mal wieder eine Windmühle in Brand gerät und den Boden verseucht, sollte diese schleunigst durch eine Klapsmühle ersetzt werden. Die Bedürftigen werden Schlange stehen.

© 2026 Kommissar Zaungast

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