Monopoly
Das Monopol auf Dilettantismus und Inkompetenz kann man ohne Wenn und Aber den Politikern zuordnen. Würde sich beispielsweise ein Blinder um den Posten eines Kampfrichters im Boxsport bewerben, so dürften seine Aussichten auf Erfolg wohl gegen Null tendieren. Auf der politischen Bühne hingegen ist es völlig unproblematisch, einer Quotengans, die einen Schießprügel nicht von einem Spazierstock unterscheiden kann, die Leitung des Verteidigungsministeriums zu übertragen. Würde sich eine Trainerin der rhythmischen Sportgymnastik als Übungsleiterin bei den Freistilringern in Empfehlung bringen, würde sie sicher eine Abfuhr bekommen. Auf der politischen Bühne hingegen scheinen die Regeln eines Fohzirkus zu gelten, denn die Minister hopsen von einem Ressort zum anderen, vom Finanzministerium zum Gesundheitsministerium und von da zum Umweltministerium. Parteibuch und Quote bestimmen die Richtung der Sprünge sowie die Landeplätze für die Flöhe. Ist gerade mal kein Ministersessel frei und das Quotengeschnatter wird immer fordernder, dann sind immer noch Führungspositionen bei der Agentur für Arbeit oder bei der Bahn zu vergeben. Den Erfolg dieser Maßnahmen kann jeder Kunde dieser beiden Organisationen mit einem Klagelied besingen.
Gibt’s mal eine Stellenvakanz in einem Job von Relevanz, sagt der Politiker zum Lanz: „Der Vetter Franz, der kann’s.“