Schlagwort: Marquis de Sade

Blatt 039 Achter Februar 2026

Olympische Gedanken. Auch weitere Reflexionen zum Olymp der ‚Mächtigen‘ und Reichen.

Die Fackelträger des olympischen Feuers versuchen gerade, den Fackelträgern des Höllenfeuers einen Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit zu entziehen. Die Olympiade pädophiler Sadisten und auf Abwegen vögelnder prominenter Sexakrobaten tritt etwas in den Schatten, sollte aber nicht lange dort verweilen. Auch unter den Aposteln des Marquis de Sade findet sich gewiss ein Judas, der schmutzige Details und auch die dazu gehörigen Namen preisgeben wird. Nun, da die zur Schau getragene Wichtigkeit der High-Low-Society auch in den Augen einer größeren Öffentlichkeit zu abgrundtiefer Bösartigkeit geronnen ist, scheint es möglich, dass auch die verschrobenste Verschwörungstheorie aus der Realität heraus wurzeln könnte.

Die Sporen aus dem Schädel des Marquis de Sade streuen sich weiterhin in die Hirne der Menschen. Schon Robert Bloch, Autor phantastischer Geschichten, stellte Spekulationen an über den Verbleib des Schädels des Marquis de Sade, und zwar in seiner großartigen Erzählung ‚Der Schädel des Marquis de Sade‘, die später auch verfilmt und somit trivialisiert wurde. Seit einer Umbettung der Gebeine de Sades ist dieser Schädel tatsächlich spurlos verschwunden, Robert Bloch hat sich das nicht ausgedacht. Die Lösung des Rätsels findet sich im Roman ‚Von der Pandemie zur Pandämonie‘ oder ‚Zaungast und die Herrschaft der Ampelaner‘, worin auch der Marquis de Sade eine tragende Rolle spielt.

153. Kalenderblatt 02. 06. 2025

Der zweite Juni 1740 war der Geburtstag des Marquis de Sade, des göttlichen Marquis, als den seine Fans ihn heute noch bezeichnen. Da die von ihm beschriebenen Kriminalfälle in ihrer morbiden Irrwitzigkeit den Fällen des Kommissar Zaungast in nichts nachstehen, hat er seinen Platz in diesem Kalender verdient. Hier zwei exemplarische Beispiele aus der Feder des Marquis.

Da war einmal der Kindermörder de Bandole, der sich einen Harem junger Frauen hielt, und seine höchste Lust bestand darin, die mit diesen Frauen gezeugten Kinder eigenhändig zu ertränken. Und da gibt es die Geschichte von dem Ehepaar d’Esterval Station, dessen Gasthaus kein Gast lebend verlässt.

Ebenfalls am zweiten Juni Geburtstag (1743) hat der Graf Alessandro Cagliostro.

© 2026 Kommissar Zaungast

Theme von Anders NorénHoch ↑