Schlagwort: Kirche

Blatt 055 Vierundzwanzigster Februar 2026

Von Olympia zu Monopoly. Gestern hatten wir die Monopolisten vom ÖRR auf dem Kieker. Heute beschäftigen wir uns mit dem Klerus.

Das Monopol der Kirche ist der Handel mit Optionsscheinen auf die ewige Verdammnis, einzulösen im Fegefeuer oder im Höllenfeuer, sofern man nicht genügend Optionsscheine erwirbt, um sich davon loszukaufen. Eindeutig Schutzgelderpressung wie im Falle des öffentlich rechtlichen Rundfunks. Hier umschreibt man es als ‚Spenden für das Seelenheil‘. Aber das ist nicht das einzige Monopol der Kleriker. Sie verfügen auch über das Monopol der Vergebung der Sünden. Und der oberste Hirte einer der beiden Kirchen reklamiert gar das Monopol der Unfehlbarkeit für sich. Das Monopol des Angsteinflößens muss sich der Klerus allerdings heutzutage mit der Politik teilen. Bewährte Hilfsmittel der Kleriker, Menschen einzuschüchtern, sind die Fanfaren des Jüngsten Gerichts, die, da aus der Mode gekommen, ihren Zweck jedoch immer weniger erfüllen. Das aus Dogmatismus, Heuchelei und Drohkulisse errichtete Gebäude der Kirche wird nun zusehends auch von innen demontiert. Das, was an Stelle dessen aber gerade errichtet wird, ist ein Konstrukt aus linken, grünen und woken Bausteinen, das an Erbärmlichkeit kaum zu übertreffen ist. Gott lebt, Kirche ist obsolet. Hinweg mit der Kirchensteuer, hinweg mit den Zwangsgebühren für den ÖRR!

156. Kalenderblatt 05. 06. 2025

Da der Verfasser dieser Zeilen nun mal aus dem Paderborner Land stammt, fühlt er sich genötigt, doch noch ein paar Worte zum Hühnerballett im Paderborner Dom zu verlieren.

Weder der Kirche als Institution noch seinen sich selbst zum Gespött machenden Vertretern kann man noch mit Respekt begegnen. Das gilt für die beiden großen Amtskirchen, und es gilt auch für die allermeisten Vertreter aus den Reihen der Politiker. Diese lächerlich abgeschmackte Inszenierung im Paderborner Dom war Kultur aus der Kloake, war Kaldaunenkultur. Sowohl die Grillenreiter auf der Bühne (dem Altar) als auch die Honoratioren in vorderster Reihe, denen allerdings jegliche Honorigkeit abzugehen scheint, konnten sich wohl den Windeln ihrer Infantilität noch nicht entledigen. Was muss in diesen umwölkten Hirnen vorgehen, um solchem Schwachsinn noch Beifall zu zollen?! Diese Darbietung war so flach, dass sie in Konkurenzkampf mit einem Blatt einlagigem Toilettenpapier treten könnte. Ich will hier nicht einmal der Verletzung religiöser Gefühle das Wort reden, religiöse Gefühle kann man gar nicht verletzen, sofern sie echt sind. Aber diese erbärmliche ‚Show‘ im Paderborner Dom war einfach nur erbärmlich, infantil, geisteskrank. Wie tief soll das Niveau in diesem Land noch sinken?

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