Schlagwort: Fußball (Seite 2 von 2)

228. Kalenderblatt 16. 08. 2025

Erst laden sie sich einen Reklamefuzzi, eine lichtverklärte Werbe-Ikone ins NIUS-Studio ein, ich hörte nur, er habe den ‚genialen Slogan‘ Geiz ist geil kreiert, was für mich schon Grund genug war, mich aus der Sendung auszuklinken. Dann steigen sie in das Kanu des Manitu, um in noch seichteren Gewässern zu rudern und salbadern über den Witz, den Humor und das Lachen. Nebenbei bemerkt: Witze sind nur dann gut, wenn sie keine Pointe haben. Kommen wir zurück auf den Werbefritzen. Sie versahen ihn wohl mit einer Staraureole, die sich schnell als Zwielicht entpuppte. Dann ist er vom NIUS-Sofa auf die Armesünderbank gerutscht und hat sich auf unerträgliche Weise erniedrigt, ist in den Staub gekrochen vor dem linken Zeitgeist, dessen Spuk hoffentlich bald der Vergangenheit angehört.

Liebe Leute von NIUS, wahrt euer Niveau! Nach wie vor auf Höhe des sprachlichen als auch des geistigen Olymps: Kissler kompakt!

Fortsetzung Fußballgott: Zaungast las: ‚Ich bin der Fußballgott. Wer an mich glaubt, der wird siegen, wer mich aber verleugnet, der wird unterliegen. Für den Wiederaufstieg Ihrer Mannschaft füllen Sie einfach meinen Opferstock mit Banknoten. Anderenfalls wird Ihr Verein ein weiteres Mal absteigen. Sie wissen, wo mein Opferstock zu finden ist.‘

„Dieses Schreiben kam eine Woche vor Saisonbeginn“, erklärte der Funktionär, „nun haben wir zwei Spieltage hinter uns, und die Mannschaft hat beide Spiele verloren. Unerklärlich verloren, denn wir waren in beiden Partien klar favorisiert, Herr Kommissar.“

Fortsetzung folgt

227. Kalenderblatt 15. 08. 2025

Die erste Hauptrunde im DFB-Pokal startet am heutigen Freitag. Damit sind auch die Bundesligisten wieder im Spielbetrieb. Aus diesem Anlass startet auf diesem Kalender eine verrückte Fußball-Geschichte aus der Kategorie ‚Erlesener Schwachsinn‘.

„Ich bin ein Fußballgott. Der einzige und wahre Fußballgott. Ich entscheide Spiele. Ich allein entscheide über Aufstieg und Abstieg. Ich bin ein Pechvogel, ein Gott, der Pech hat mit dem was er schuf, mit dem was er schafft. Wie alle Götter Pech hatten mit ihrer Schöpfung. Vor allem und im Besonderen Pech mit ihren mißratenen Geschöpfen. Gottlob schaffe und erschaffe ich keine Geschöpfe. Ich schaffe klare Verhältnisse. Nicht zu meinen Gunsten. Ich könnte klare Verhältnisse schaffen zu Ihren Gunsten. Alles was Sie dazu tun müssten ist, meinen Opferstock mit ein paar Banknoten zu füttern. Tun Sie dies nicht, so wird Ihr Verein leider absteigen!“

„Und Ihr Verein ist abgestiegen?“ fragte Kommissar Zaungast, nachdem er diese merkwürdigen Zeilen überflogen hatte.

„Ja, unsere Mannschaft ist abgestiegen, und das, obwohl im letzten Jahr der Meistertitel fest eingeplant war. Und nun lesen Sie dies hier, Herr Kommissar“, sagte der Funktionär des ersten Fußball-Clubs Fortuna.

Fortsetzung folgt

199. Kalenderblatt 18. 07. 2025

Berlin ist schon längst keine Stadt mehr. Es ist ein Aussatz. Der CDU-Bürgermeister hat weder das Zeug zum Diagnostiker noch zum Therapeuthen. Er ist Symptom. Ein Aussätziger. Anderen Städten droht die gleiche Entwickung.

Noch ein paar von Zaungasts Fußballweisheiten:

Aufsetzer: Wenn ein Maulwurf sich indirekt in das Spielgeschehen einmischt.

Hundertundzehn Prozent geben: Vollmundige, doch widersinnige Ankündigung, selbst dann noch weiter zu pumpen, wenn der Eimer bereits randvoll ist.

Spielerberater: Die gewiefte Laus, die dem unmündigen Affen im Fell sitzt.

Tabelle: Vielsagendes Spiegelbild der Geldverteilung in den verschiedenen Ligen.

198. Kalenderblatt 17. 07. 2025

Noch etwa vier Wochen bis zum Start der Fußball-Bundesliga. Wir wollen uns heute schon mal auf die neue Saison einstimmen. Und was wäre besser dazu geeignet als:

Alkohol. Von jeher das bewährte Dopingmittel für zahllose Fußballanhänger. Es verleiht ihnen die Kraft und die nötige Kondition, das Elend auf dem Platz über neunzig Minuten lang zu ertragen. Alkohol stärkt die Urteilskraft und schärft den berühmten ‚Durchblick‘; er fördert die Geselligkeit, wie man es an den Zusammenrottungen vor und nach den Spielen beobachten kann, fördert zudem auch noch die Musikalität, indem er die Hemmschwelle, sich im natürlichen Gesang zu üben, herabsetzt. Alkohol versüßt den Sieg und macht die Niederlage erträglicher.

Nicht so gut verträgt er sich mit dem nüchternen Unentschieden, zweitens nicht mit Benzin.

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