In einem Kalender für erlesenen Schwachsinn, konservativer Satire sowie grotesken Kriminalfällen dürfen letztere natürlich nicht fehlen. Dieses Jahr hatten wir noch keinen. Hier der Fall eines unheimlichen Serienmörders Teil 1
Das Bild, das sich Kommissar Zaungasts Blicken an diesem verschneiten Januartag darbot, war von einer faszinativen Komik des Grauens, war skurril und entsetzlich zugleich. „Tod durch Strangulation, ohne Zweifel“, erklärte der Amtsarzt dem erstaunten Kommissar. Zaungast und sein Kollege Schwanz blickten auf den aufgeschlitzten Unterleib eines Mannes, dessen Darmschlingen eng um seinen Hals gewunden waren.
„Sie wollen damit sagen, Doktor, dass er noch gelebt hat, als sein Mörder ihm die Därme um den Hals legte?“ – „Ja, da bin ich mir ziemlich sicher. Endgültige Klarheit wird dann die Obduktion bringen. Aber schauen sie sein Gesicht an, die Verfärbung der Haut, die hervor quellenden Augen.“
„So ein Bild ist selbst mir noch nicht unter die Augen gekommen“, konstatierte Kommissar Zaungast. „Hat die Hölle ihn wieder hervorgewürgt, den … äh … Dämon des Marquis de Sade?“ (siehe ‚Zaungast und die Herrschaft der Ampelaner). „Aber wo kommt denn dieser Gestank her? Kommt von da. Wo führt diese Tür hin, Schwanz?“ – „Das ist die Klotür, Chef.“ Der Kommissar öffnete die Tür einen Spalt. „Was für entsetzliche Ausdünstungen! Wer hat denn hier geschissen?“ Zaungast schlug die Tür gleich wieder zu. „Aber es riecht irgendwie gar nicht nach … äh … Scheiße. Und doch kommt mir dieser Geruch bekannt vor …“
Fortsetzung folgt