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Blatt 064 Fünfter Merz 2026

Zum Begriff ‚völkerrechtswidrig‘

Von der Steinzeit bis heute gilt und galt schon immer das Recht des Stärkeren. Mit dem feinen Unterschied allerdings, dass in den ganz frühen menschlichen Organisationsformen, ebenso wie im Tierreich, der mit den stärksten Muskeln in der Regel auch über das leistungsfähigste Gehirn verfügte. Dass dem heutzutage nicht mehr so ist, wird deutlich, wenn man die Führungsriegen mancher Staaten und Parteien betrachtet, ob es nun Mullahs, Militärs oder Merzen sind.

Völkerrechtswidrig ist das, was die Mullahs machen, gegen das eigene Volk. Völkerrechtswidrig ist das, was Merz und seine lahme Truppe machen, gegen das eigene Volk. Das Völkerrecht der UNO ist nichts als ein Freibrief für Tyrannen, das Volk zu unterjochen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Es verleiht ihnen jene Immunität, auf die sich auch Abgeordnete berufen können.

Man mag den Angriff auf den Iran verurteilen, weil wieder einmal das (Un)Recht des Stärkeren zur Anwendung kommt, aber dafür das Völkerrecht ins Feld zu führen, wie es Linkspartei, BSW und Teile der AFD tun, ist eine Farce, die den tatsächlichen Verhältnissen Hohn spricht.

Meint Kommissar Zaungast

Blatt 061 Zweiter März 2026

Donner und Doria im Nahen Osten. Die Zwietrachtfurie aber begeifert den gesamten Erdball. Das lässt Schlimmes erahnen.

Gürteltiergalle, Schimpansenmilch und Pavianblut! Wer hat die Bulldogge Trump von der Kette gelassen? Der Geist Jeffrey Epstein’s etwa und nicht nur die berechtigte Empörung gegen den iranischen Terror?

In Deutschland lebende Exil-Iraner! Freut euch nicht zu früh. Sollte es im Iran einen Systemwechsel geben, dann werden sich all die fanatisierten Folterknechte, Schlächter und Psychopathen der Mullahs auf den Weg nach Deutschland machen und hier mit Palmwedeln statt Fliegenklatschen begrüßt werden.

Trotzdem verharrt die AFD in Umfragen bei 26 Prozent. Das ist schierer Wahnsinn, das ist politischer Masochismus, das ist Kapitulation vor Terror und Gewalt, das ist das Ende jeglicher Vernunft. Und wenn heute die Ergebnisse der neuesten ‚Sonntagsfrage‘ veröffentlicht werden, wird sich an den Zahlen vermutlich wieder wenig geändert haben. Für diesen verderblichen Fatalismus sieht Kommissar Zaungast folgende Gründe.

Erstens: Die Generationen zwischen 60 und 90 Jahren, die den ehemaligen Volksparteien SPD und CDU noch als Wählerreservoir zur Verfügung stehen. Menschen dieser Altersgruppe haben weder die Kraft noch die Courage, den Stacheldrahtverhau von Konformitätsdruck, den sie selbst um sich errichtet haben, zu durchbrechen bzw. niederzureißen, und wählen ihr und unser aller Verderben. Die Zitzen von Mutter Courage spenden ihnen keine Milch mehr.

Zweitens: Die Grünen- und Linkspartei-Wähler sind verlorene Sektierer, jeglicher Vernunft unzugänglich, sie sind gefangen in ihrer Ideologie wie ein vorsintflutliches Insekt im Bernstein.

Blatt 053 Zweiundzwanzigster Februar 2026

Heute delegiert Kommissar Zaungast das Wort zum Sonntag zum ersten mal in diesem Jahr an einen richtigen Denker: Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) Lichtenberg gräbt tief aber kommt nicht wieder herauf, wer ihn verstehen will, muss selbst tief graben, sagte Karl Kraus sinngemäß. Also holt schon mal den Spaten aus dem Schuppen.

„Was? Die Sache verstehen, wenn man disputieren will? Ich behaupte, daß zu einem Dispute notwendig ist, daß wenigstens einer die Sache nicht versteht, worüber gesprochen wird, und daß in dem sogenannten lebendigen Disput in seiner höchsten Vollkommenheit beide Parteien nichts von der Sache verstehen.“

„Frei? Wie? Vogelfrei vielleicht?“

„Alsdann verfiel er in ein albernes Kleinkünsteln, das Kriterium der Stümper, und bekümmerte sich wie ein Dorffriseur um Härchen und ließ die ganze Perücke in Verwirrung.“

„Man bat jemanden, eine Definition von Gott zu geben: Gott ist, sagt er, eine Kugel, deren Mittelpunkt überall und Oberfläche nirgends ist.“

„Ist es nicht sonderbar, daß man zu den höchsten Ehrenstellen in der Welt ohne Examen gelangt, das man von jedem Stadtphysikus fordert?“

„Ihre körperlichen Reize befanden sich gerade in dem sonderbaren Zeitpunkt, wo sie anfangen, ihre anziehende Kraft mit der abstoßenden zu vertauschen.“

„Was die wahre Freiheit und den wahren Gebrauch derselben am deutlichsten charakterisiert, ist der Mißbrauch derselben.“

Blatt 049 Achtzehner Februar 2026

Neue schadenfrohe Botschaft von der Bahn.

Die Bahnarbeiten an der Strecke Berlin – Hamburg verzögern sich bis auf unbestimmte Zeit. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann nicht gearbeitet werden. Alle reden über das Wetter. Wir nicht. Das war einst ein Werbeslogan der Bahn.

Ein Bild aus eigener Anschauung, gesehen am Bahnhof Geltendorf in Oberbayern. Eine ohne ersichtliche Aufgabe auf Schienen hin und her rollende Baumaschine, ein Zweiwegebagger, neben den Gleisen eine Gruppe von sechs Männern mit Dame. Alle in orangefarbenen oder gelben Schutzwesten. Der Zug nach München Hauptbahnhof hat zwanzig Minuten Verspätung. Das Septett der Eisenbahner steht, auf ihre Werkzeuge gestützt, zwanzig Minuten tatenlos da und palavert. Wie lange sie vorher und wie lange sie nachher da gestanden haben, entzieht sich meiner Kenntnis. München wurde noch am selben Tag erreicht.

Den Aschermittwoch hatten wir schon im letzten Jahr thematisiert.

Blatt 037 Sechster Februar 2026

Größenwahnsinnig in ihrer Selbstwahrnehmung, vermessen in ihren Ansprüchen, genügsam in ihrem Denken, versaut in ihrer Moral. So können wir die Reichen und ‚Mächtigen‘ dieser Welt charakterisieren. Die Epstein-Dokumente führen es uns vor Augen. Die Geachteten entpuppen sich als die Verächtlichen. Raub, Versklavung sowie andere Verbrechen waren seit jeher die Basis von Macht und Reichtum. Und nicht der Straßenpöbel, nein, der Geldpöbel ist für mich der Inbegriff des Pöbels. Damit soll nicht gesagt werden, dass all die Reichen und ‚Mächtigen‘ schlechte Menschen sind. Aber die zu lange im Rampenlicht Stehenden scheinen zwangsläufig einen Hirnschaden davonzutragen.

Auf dem nächsten Kalenderblatt wird es unappetitlich durch einige Sätze aus dem Roman ‚Von der Pandemie zur Pandämonie‘ oder ‚Zaungast und die Herrschaft der Ampelaner‘. Denn eines der Hauptthemen des Romans ist die zunehmende Dekadenz und Verottung der Polit- und Promiszene. Die Epstein-Files sind dort quasi in krassester Form bereits vorweggenommen.

Blatt 035 Vierter Februar 2026

Aus Zaungasts Aphorismen-Schatz

Optimisten handeln mit Optionsscheinen auf die Zukunft, deren Verfallsdatum immer weiter hinausgeschoben wird.

Der Katzenjammer ist der obligatorische Comes eines zu korybantischen Dux.

Der Unterschied zwischen Wichtigkeit und Nichtigkeit macht in der Orthographie nur einen Strich aus. Eine Annäherung an die tatsächlichen Verhältnisse.

In der Lostrommel finden sich weit weniger Nieten als in der Wahlurne.

Was braucht es, um eine Arena zu füllen? Masse. Was braucht die Prominenz, um sich dort oder anderswo wirksam in Szene setzen zu können? Masse. Was braucht es, um sich selbst zu genügen? Elite. Heute gibt es keine Eliten mehr.

Heute sind die Männer, wenn sich ihre Lendenkraft erschöpft hat, in der glücklichen Lage, mit ihren PS-gespickten Blech- oder Chromlenden auf Buhlschaft zu gehen.

Figurbetonte Damenmode erfüllt in der Regel doch nur die Funktion, einem wabbelnden Formlosen den trügerischen Anschein von Form zu verleihen.

Etwas Selbstkritik: Ein Aphorismus ist nichts als ein Gedankenfurz, der die Duftnote seines Verfassers für eine Weile in seiner Umwelt zu bewahren versucht. Weder etwas Bleibendes noch etwas Wahrhaftiges ist daran.

Blatt 025 Fünfundzwanzigster Januar 2026

Die Lage der Nation. Dem großartigen Roland Tichy gewidmet.

Bevor sie sie zum Schlachthaus führen, sperren sie unsere Freiheit in den Pferch. Das ist der Zustand, den wir mittlerweile erreicht haben. Das ist die Lage der Nation.

Absurd, absurder, absöder.

Im Idealfall sollte die Fackel der Justizia einen Sachverhalt erhellen, dass sie manchmal irrlichtert, mag man hinnehmen, nicht jedoch, dass sie zur Brandstifterin wird.

Wie kann es sein, dass es funktioniert wie es funktioniert obwohl es nicht funktioniert? Die scheinbare Evidenz, dass es funktioniert, ob es nun funktioniert, oder ob es nicht funktioniert, verschleiert nur, dass es nicht funktioniert, auch wenn es funktioniert.

Die gefährlichsten Güter rollen nicht in Gefahrguttransporten auf der Schiene, sie verbergen sich vielmehr in Charakterzügen.

Die globale Erwärmung macht viele betroffen, von der globalen Verdummung sind viele betroffen.

Schildbürger sind sie fast alle, ob sie nun Gutes oder Böses im Schilde führen.

Die Lage auf dem Bildungssektor: Bundesdeutsche Gymnasien präsentieren alljährlich in den jeweiligen Lokalzeitungen ihre Erfolgsquoten. Beinahe alle Schüler haben das Abitur bestanden, eine Erfolgsquote von nahezu 100%! Viele schließen mit einem Notenschnitt von 1,0 – 1,5 ab. Diese Bilanz gibt Anlass zu großer Sorge.

Belastend die Vergangenheit, lästig die Gegenwart, lastend die Zukunft. Die Lage der Nation.

Blatt 011 Elfter Januar 2026

Das Wort zum Sonntag erhält, wie schon einmal im letzten Jahr, der konservative Denker und Aphoristiker Nicolas Gomez Davila. Aphorismen mit engem Bezug zur heutigen Zeit.

„Das Gesetz ist der Embryo des Terrors.“

„Man rebelliert nie gegen die Autorität, sondern nur gegen jene, die sie sich zu Unrecht anmaßen.“

„Die Kirche wollte, als sie ihre Türen weit öffnete, den Eintritt für die von draußen erleichtern, ohne zu bedenken, daß sie vielmehr den Austritt derer erleichterte, die drinnen waren.“

„Die neue Linke sammelt jene, die die Wirkungslosigkeit des Heilmittels zugeben, ohne den Glauben an das Rezept zu verlieren.“

„Ohne schmutzige Hände gibt es für den Linken kein reines Gewissen.“

„Das Talent entsteht spontan, doch es scheint auch geistig aseptische Epochen zu geben – wie die unsrige.“

„Die Freiheit ist das Recht, anders zu sein; die Gleichheit ist das Verbot, es zu sein.“

360. Kalenderblatt 26. 12. 2025

Der zweite Weihnachtstag ist der Tag des heiligen Stephan, des ersten Märtyrers des christlichen Glaubens. Das christliche Märtyrertum scheint vor einer neuen Hochkonjunktur zu stehen. Laut Tichys Einblick gab es im letzten Jahr in Europa 94 Brandanschläge auf christliche Kirchen, davon 33 in Deutschland. Auch da ist unser Land wieder unrühmlicher Spitzenreiter. Dazu kommen geschändete und verwüstete Friedhöfe und unzählige Schmierereien und Beschädigungen an christlichen Symbolen. Täter, sofern sie ermittelt werden konnten, Muslime und Linksextreme. Die Konsequenz, die von den ‚Christdemokraten‘ daraus gezogen wird, ist die Einführung eines Gedenktages gegen Islamfeindlichkeit. Linksparteien (wobei ich die CDU mit einbeziehe), Gewerkschaften und die Kirchen selbst spenden dem Beifall. Die Schandtaten, die im Namen des Christentums verübt wurden, sollen hiermit nicht relativiert werden.

Und der Ausblick auf die Zukunft, auf das Jahr 2026: Das neue und hochwirksame Entlaubungsmittel CDU beraubt das zarte Pflänzchen der Hoffnung seiner letzten Blätter.

358. Kalenderblatt 24. 12. 2025

Zum Heiligabend etwas Besinnliches. Dafür aber ist Zaungast nicht zuständig. Er übergibt noch einmal das Wort an Friedrich Schlegel, einen der führenden Vertreter der deutschen Romantik:

„Jeder Begriff von Gott ist leeres Geschwätz. Aber die Idee der Gottheit ist die Idee aller Ideen.“

„Die Religion ist nicht bloß ein Teil der Bildung, ein Glied der Menschheit, sondern das Zentrum aller übrigen, überall das Erste und Höchste, das schlechthin Ursprüngliche.“

„Frei ist der Mensch, wenn er Gott hervorbringt oder sichtbar macht, und dadurch wird er unsterblich.“

„Die Religion ist schlechthin unergründlich. Man kann in ihr überall ins Unendliche immer tiefer graben.“

„Die Religion ist die zentripetale und zentrifugale Kraft im menschlichen Geiste und was beide verbindet.“

„Zur Vielseitigkeit gehört nicht allein ein weitumfassendes System, sondern auch Sinn für das Chaos außerhalb desselben, wie zur Menschheit der Sinn für ein Jenseits der Menschheit.“

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