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Blatt 177 Sechsundzwanzigster Juni 2026

Bei Zaungast gibt es nur Kritik am ÖRR und den linken, beziehungsweise den Mainstream-Medien. So ein oft geäußerter Vorwurf. Ist denn bei NIUS, Apollo News und den anderen ‚Alternativen Medien‘ alles gut? Nein, ist es nicht. Besonders NIUS nutzt sich immer mehr ab. Das 3-Stunden-Programm am frühen Morgen könnte problemlos auf eine Stunde komprimiert werden. Es enthält zu viel Leerlauf und die Diskussionen ranken sich neuerdings auch schon mal um banale Themen. Ich war von Anfang an dabei, als aufmerksamer Hörer und Zuschauer über YouTube und habe kaum eine Sendung verpasst. Nun geschieht es immer häufiger, dass ich mich schon nach einer halben Stunde wieder ausklinke. Es wird rumgealbert, sie begackern ihre eigenen Witze und kreieren Wortmonster, dass einem die Spucke wegbleibt. Ich beziehe mich hier auf das unsägliche ‚Deutsch-English‘, das ebenso übel ist wie das Gendern. „Wir haben gescreenshottet“, „wir werden uns committen“, „das ist unser Claim“, „einen falschen Move machen“, „einen Gap überspringen“ … man könnte ein ganzes Buch mit Beispielen füllen. Ich hätte noch weitere Kritikpunkte, lasse es aber heute dabei bewenden. Wir können ja im Grunde alle froh sein, dass es Portale wie NIUS gibt!

Blatt 176 Fünfundzwanzigster Juni 2026

Die Deutschen begehen Fahnenflucht. Massenweise. Wo sind die schwarz-rot-goldenen Fähnchen, die während der Fußball WM 2006 das Straßenbild geprägt haben? Wo die Flaggen an den Fahnenstangen in deutschen Vorgärten? Man sieht sie nur noch sporadisch, weil rückschauende Ausflüge einer verderbten linken Fantasie das ‚Sommermärchen 2006‘ zum Hexensabbat des wiedererstandenen Faschismus in Deutschland umgedeutet haben. So geschehen in einer ‚Doku‘ bei Arte. Ein gesunder Nationalismus wird zum Brunnen aller Übel und Fährnisse aus Sicht des linken Idioten. Versuchte Geistreichelei kollabiert noch im Prozess des Entstehens wie ein angestochenes Soufflee in dieser miesen Dokumentation.

Dann gibt es bei Arte noch eine Doku über den Rock&Roller Little Richard. Dort wird das Hohelied des Wokismus angestimmt. In blindem Sendungsbewusstsein gefangen, verkümmert die Dokumentation zu einer bloßen Ansammlung von Szenen aus Richard’s Leben, die seine Wokeness und Queerness belegen sollen. Aus dem König des Rock&Roll wurde der Hohepriester der Wokeness. Dieses verzerrende Porträt wird Little Richard in keiner Weise gerecht.

Meint Kommissar Zaungast

Blatt 174 Dreiundzwanzigster Juni 2026

Ja, mir san mit’m Radel da, linker Mob und Antifa!

Demaskierung bei der Fahrrad-Demo gegen NIUS und Apollo News in Berlin. Die linken Krakeeler, die in Gestik, Mimik und Gebrüll genau dem Hohn sprechen, was sie sich selbst auf ihre Fahnen geschrieben haben, riefen auf zur Tour de la Folie. Ein unzivilisierter Haufen abgewrackter linker Fossilien, die den Faschismus assimiliert haben statt ihn zu bekämpfen. Die Schlichtheit ihres Wesens lässt sie nur schmal- und einspurig fahren. Der Rahmen, in den sie ihre Ideen stellen, ist von korsettstangenartiger Zwanghaftigkeit, zudem ist es ein Rahmen, in den gar keine anderen Ideen hineinpassen würden. Der neutrale Beobachter in Berlin fragte sich, wo denn die Wärter der Irrenanstalt mit ihren Zwangsjacken blieben.

Blatt 156 Fünfter Juni 2026

Über den Polizeiskandal in Großbritannien wollen wir an dieser Stelle keine Worte verlieren. Der Skandal ist von einer Dimension, die jenseits dessen liegt, was sich in Worten ausdrücken lässt. Statt dessen hier einige allgemeine Bemerkungen zu Rassismus und Kolonialismus.

Falls es eine Schuld der weißen Kolonialisten geben sollte, so kann sie nur darin bestehen, dass sie ihre Kolonien wieder zu früh in die Unabhängigkeit entlassen haben. Das ist das eigentliche Problem der ehemaligen Kolonien. Nur so konnten Monster wie Idi Amin, Gaddafi und zahlreiche andere entstehen, die ihr Volk bis aufs Blut drangsalierten. Selbstverständlich war Ausbeutung auch bei den weißen Kolonisatoren ein Thema, doch dem gegenüber stehen der Rückgang der Kindersterblichkeit, eine bessere medizinische Versorgung und andere Wohltaten.

Blatt 153 Zweiter Juni 2026

Masseneinbürgerung! Weil eine Clique Machtbesessener sich an ihre Privilegien klammert, wollen sie sich von einem Volk trennen, dass ihnen diese Privilegien nicht länger zubilligen möchte. Der Bevölkerungsaustausch ist in vollem Gange und wird auch unter Merz weiter forciert. In weniger als 50 Jahren wird Deutschland und vermutlich auch Europa nur noch als Abstraktum auf der Landkarte existieren. Die Vielfalt und Buntheit indigener europäischer Kulturen wird aufgehen in einem alles nivellierenden Mischmasch, zunächst unter der Regenbogenflagge, später dann unter der muselmanischen Mondsichel, die dann mit der Mahd beginnen kann, um jede Form von Vielfalt und Buntheit endgültig auszumerzen.

Wer sind diese Philosophaster und Pamphletisten, die diese Entwicklung vorantreiben; die Recht und Gesetz unter ihre Herrenstiefel treten, in denen zu allem Überfluss auch noch ein Bocksfuß steckt? Die ihre Jeremiaden abwinseln angesichts des Erstarkens konservativer Kräfte, die als nationalsozialistisch diffamiert werden? Wir sehen und hören Frau Bas, die Schlange, die ein ganzes Volk begeifert; wir sehen King Beil, der seinen mit Naivität und Bosheit getränkten Antifa-Pampers immer noch nicht entwachsen ist. Wir sehen seinen willfährigen Sklaven Friedrich Merz, der ihm die Stiefel leckt, seinen Adjutant Linnemann, ein Zahnstocher von Politiker, der aber nur in gesunden Zähnen herumbohrt und die anderen verfaulen lässt. Saskia Esken, schlaff und welk wie ein Salatblatt, dass seit zwei Wochen kein Wasser mehr gesehen hat. Söder, ein Großsprecher kümmerlicher Gedanken. Die Linkspartei, die ihren Lügen und Verdrehungen immer groteskere Gewänder überwirft. Die Grünen, die nur hinter den Ohren noch wirklich grün sind … Deutschland und Europa schlittern in den Untergang!

Werner Fletcher: ‚Zaungasts satirische Chronik 2025‘ (Wolfgang Hager Verlag) ist im Buchhandel erhältlich. Bücher von Werner Fletcher demnächst auch auf den Buchmessen Frankfurt und Wien. Kommissar Zaungast bei X unter Zaungast44.

Blatt 151 Einunddreißigster Mai 2026

Das Wort zum Sonntag überlassen wir heute Friedrich Schlegel

„Absicht bis zur Ironie und mit willkürlichem Schein von Selbstvernichtung ist ebensowohl naiv, als Instinkt bis zur Ironie. Wie das Naive mit den Widersprüchen der Theorie und der Praxis, so spielt das Groteske mit wunderlichen Versetzungen von Form und Materie, liebt den Schein des Zufälligen und Seltsamen und kokettiert gleichsam mit unbedingter Willkür. Humor hat es mit Sein und Nichtsein zu tun, und sein eigentliches Wesen ist Reflexion. Daher seine Verwandtschaft mit der Elegie und allem, was transzendental ist; daher aber auch sein Hochmut und sein Hang zur Mystik des Witzes. Wie Genialität dem Naiven, so ist ernste reine Schönheit dem Humor notwendig. Er schwebt am liebsten über leicht und klar strömenden Rhapsodien der Philosophie oder der Poesie und flieht schwerfällige Massen und abgerißne Bruchstücke.“

Blatt 130 Zehnter Mai 2026

Besinnliche Worte zum Sonntag von Nicolas Gomez Davila

„Das Christentum löst keine Probleme, es zwingt uns nur dazu, sie auf höherer Ebene auszutragen. Diejenigen, die verlangen, dass es sie löse, verstricken es in die jeder Lösung eigene Ironie.“

„Der Fremdling macht dem Einheimischen keine Konzessionen.“

„Der Revolutionär entdeckt den wahren Geist der Revolution erst vor dem Revolutionstribunal, das ihn verurteilt.“

„Die großen Bücher schützen sich dadurch vor dem Leser, den sie nicht auserkoren haben, dass sie diesem nicht als groß erscheinen.“

„Der Schwachsinnige zeichnet sich weniger durch den Schwachsinn seiner Ideen aus als durch den seiner Begründungen.“

Blatt 126 Sechster Mai 2026

In Brandenburg brennt der Wald. Windmühlenflügel fachen die Flammen weiter an und bremsen gleichzeitig die Löschflugzeuge aus, die nicht fliegen können, weil riesige Windräder ihnen den Luftraum streitig machen. Die Idiotie hat sich in Deutschland nun auch den Luftraum erobert. Die Windkraftanlagen entpuppen sich zu allem Überfluss auch noch als Brandbeschleuniger, es sind Verwüstungsturbinen, es sind Sinnbilder menschlicher Dummheit. Eine Don Quichotterie deutschen Schildbürgertums. Nicht Windmühlen, mehr Klapsmühlen braucht das Land.

Blatt 114 Vierundzwanzigster April 2026

NIUS

Vorab sei gesagt: Gut, dass es Portale wie NIUS gibt, die als Ergänzung und vor allem als Korrektiv zum linken Meinungsdiktat wirken. Doch NIUS nutzt sich ab. Die drei Stunden morgens sind einfach zuviel des Guten. Ja, es ist immer noch gut! Doch gestern habe ich mich schon in der ersten Stunde aus der Übertragung verabschiedet. Das ständige Glucksen des Studiogastes, das wohl ein Lachen werden sollte, das flapsige Dauergeschwätz von Reichelt, wenn auch in der Sache korrekt, es war einfach nicht länger zu ertragen. Dazu die ständigen Einspielungen aus Talkshows und von Politiker-Aussagen, die einfach nur Bauchschmerzen verursachen. Man kann das ja ein Mal zeigen, aber nicht fünfmal. Niemand möchte das närrische Geschwafel des Herrn Merz in Dauerschleife hören. Auch die Themen bei NIUS werden immer banaler. Gestern Abend bei Dorfmann wurde auf einem ‚Eierarsch-Zitat‘ von Kubicki herumgeritten. ‚Großes Entertainment‘ nennt Dorfmann das, ‚total kreativ‘ sagt der zweite NIUS-Reporter im Studio. Es ist nur lächerlich. Als weiteres Ärgernis erscheinen mir die mittlerweile überbordenden Anglizismen. ‚Ich fühle mich coming home‘, ‚einen falschen move machen‘, ‚einen gap überbrücken‘, ’snowflakehaft‘, ‚es hat einen impact‘, ‚lawless town‘, ’sich outen‘, ‚ein hoax wird gemacht‘ etc. Sie sollten bei NIUS ein neues Wörterbuch herausgeben. Deutsch – Denglish. Diese dauernden Anglizismen sind ein ebenso großes Übel wie das Gendern! Und die Kommentare der ‚besten community der Welt‘ bestehen zu 95% aus absolutem Schwachsinn. NIUS muss aufpassen, nicht auf Böhmermann- oder ‚Heute-Show‘ Niveau abzurutschen. Das wäre doch zu schade.

Meint Kommissar Zaungast

Blatt 103 Dreizehnter April 2026

Dreizehnter April 1906, Geburtstag von Samuel Beckett. Aufgrund seiner absurden Theaterstücke hat Beckett einen Platz in diesem Kalender verdient. Von Oktober 1936 bis April 1937 weilte Samuel Beckett mal wieder in Deutschland. Dort wohnt er im März ’37 einem Auftritt des Komikers Karl Valentin bei und zeigt sich stark beeindruckt. Ein Treffen zwischen den beiden Großmeistern des Absurden wird arrangiert. Valentin, in bizarrer Aufmachung, führt Beckett in dunkle Räume, die er als sein Museum bezeichnet. Dann entschuldigt er sich und ward nicht mehr gesehen. Beckett harrte vergebens auf seine Wiederkehr. Warten auf Karl Valentin. Warten auf Godot.

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