Das erbärmliche, unwürdige Geschacher um den neu zu besetzenden Posten des Bundespräsidenten zeigt zwei Seiten. Auf der einen Seite kindisch, auf der anderen Seite infantil, die Diskussion trifft die Mitte zwischen dumm und simpel. Man betreibt einen Jahrmarkt mit Kandidatenkarussell, jongliert mit leeren Flaschen, zieht Nieten aus dem Ärmel und zelebriert ein Kasperle-Theater, das ein durch Steinmeier bereits havariertes Amt dem endgültigen Untergang geweiht hat. Wenn ich diese schaurige Prozession kränkelnder Quotilden an meinem geistigen Auge vorbeidefilieren lasse, befinde ich mich in einem Alptraum. Sie latschen linkisch einher und halten es für Grazie, sie ziehen Grimassen und glauben, dass sie lächeln. Sie zelebrieren Verschwiegenheit, wenn sie reden sollten, und sie üben sich in Geschwätz, wo sie schweigen sollten. Sie gähnen und wissen nicht warum. Und unter diesen Hühnerhaufen der Quote hat sich ein Stinktier in Gestalt von Kerkeling gemischt.
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