Schenkt man gewissen Medienberichten Glauben, dann entwickelt sich das Münchner Oktoberfest so langsam vom Volksfest zur Exhibitionisten-Show wurmstichiger Promis. Inmitten bierseliger Wiesenstimmung zelebrieren sie das Hochamt ihrer schleimigen Promiskuität. In den engen Mansarden ihres Geistes wohnen Narzissmus und Überwertigkeitskomplexe. Von diesen Komplexen angestachelt, kommen sie aus den spirituellen Wüsten ihres Daseins, um ihre halbgaren Ansichten zum politischen Geschehen beziehungsweise Stillstand kundzutun. Eine gehätschelte Hanswurstigkeit gesellschaftlich protegierter Nichtsnutze, genannt ‚die Szene‘, geht (nicht nur) auf dem Oktoberfest mit assimilierten, aber nur halbverdauten Gedanken hausieren.
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