Jedes menschliche Gesicht hat seine Entsprechung in der Tierwelt. Ein bekannter Naturforscher, dessen Name mir leider entfallen ist, hat das herausgefunden und hieb- und stichfest bewiesen, so wie es noch vor wenigen Stunden als hieb- und stichfest bewiesen galt, dass die AFD gesichert rechtsextremistisch ist. Aber das ist für unser heutiges Thema ohne Belang. Unser Thema heute ist die vergleichende Physiognomie von menschlichen und tierischen Gesichtern. Es gibt beispielsweise erstaunlich viele pferdegesichtige Frauen. Ein Musterbeispiel ist zweifellos – ich beschränke mich hier auf die Initialen, um die Pferde nicht zu verunglimpfen – D.H.

Unter den Männern ist das Eulengesicht überproportional vertreten, wobei hier das Kauzige betont sei, und keinesfalls die den Eulen angedichtete Weisheit. Beispiele gefällig: H.R., J.S., K.L.

Der Schweinskopf kommt bei beiden Geschlechtern vor, ebenso die Rattenfresse. Wie die Sachlage bei den zahlreichen anderen Geschlechtsidentitäten aussieht, dazu müssten erst noch weitere differential-diagnostische Untersuchungen angestellt werden. Was die Entsprechungen auf psycho-hygienischer Ebene angeht, darüber wollen wir Stillschweigen bewahren. Aus Respekt vor den Tieren.