Eine Geschichte aus der Rubrik ‚Erlesener Schwachsinn‘
Die Tränen der Trauernden bedeckten schon bald den Boden, stiegen bis zu den Fußknöcheln und sickerten in die Schuhe. Bald benetzte die Tränenflut auch die Kniekehlen. „Seien wir froh, dass wir es hier mit Tränen und nicht mit Pisse zu tun haben“, sagte einer der Trauernden. Das Meer der Tränen stieg derweil weiter. Bald reichte es den Jüngeren unter den anwesenden Kindern bis zum Hals. Der Tränenfluss musste versiegen, sonst würde es brenzlig werden. „Ein Witz!“ rief jemand, „wer kennt einen lustigen Witz?“ Wittbart gab seinen besten Witz zum Besten:
Hugo, der Waldschrat, stand neben der krummen Kiefer. ‚Der Bach ist gar nicht so weit‘, sagte er sich. Die hässlichen Frauen auf der Murke mampfen mal wieder im grünen Klee. Soll man da nicht fluchen? Tote Soldaten und Spitzmäuse! Widuwitz, der Wuckel, und nicht einen Tropfen. Dabei war es bereits zu spät für den Otter. Vor dem breiten Fenster hingen Zweige.
Da kullerten die Lachtränen aus den Augen der Trauernden und eine Lachflut brach über sie herein. Das Wasser stieg weiter. Die Kinder wurden auf den Arm genommen. Doch das Wasser stieg immer weiter. Wie sollte man die Flut stoppen? „Wir müssen aufhören zu weinen“, sagte einer. „Ein Messer! Wer hat ein Messer?“ „Ich!“ Sie stachen sich gegenseitig die Augen aus.
Ist das wirklich nur Schwachsinn? Oder steckt ein verborgener Sinn dahinter?