Blatt Nr. 002 Zweiter Januar 2025

Ein Blick zurück in den Kalender von vor fünf Jahren, in die Coronazeit, zum Winter 2020/2021: Die WHO, die OIE, die FAO und das UNEP hatten ein Expertengremium benannt, das OHHLEP, das die Menschheit vor künftigen Pandemien bewahren sollte. Sie betrieben brain-of-function-Studien, pflegten den One-Health-Gedanken und strebten den Hochsicherheitslevel BSL 4 an. Und die Partizipationsexperten betrieben das IASS, das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschug. Wozu braucht es da noch Satire?

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Blatt Nr. 001

Nach Vollendung eines Jahres geht der Blick zurück. Meist im Zorn. Im Zorn und eben zurück, denn nach vorn, wo man den Abgrund wähnt in 2026, fehlt einem fast die Traute. Nur die Utopisten sehen das Eldorado, die Realisten das Helldorado. Hell nicht im lichten, nein, im luziferischen Sinne. St. Veit bittet zum Tanz im Plenarsaal. Veitstänzer Merz balzt die rote Heidi an. Wirtschafts- und Finanzminister rühren ranziges Fett unter den Quark, der die Wirtschaft beleben soll. Die Selbstverulkung der Kurie wird sich fortsetzen, der Teufel wird frohlocken über das Helldorado vom Batzen Bätzing, auf den ein gläubiger Christ keinen Heller mehr setzen sollte. Unvereinbare Dinge gehen immer enger auf Tuchfühlung, das war 2025 so, das wird 2026 vermutlich böse enden.

Zaungasts Prognose: 2026 wird ein Jahr der Gewalt, ein Jahr der Misswirtschaft, ein Jahr politischer Intrigen, der Wahlfälschungen, der Lügen. Die Blockparteien werden versuchen, jede Opposition, sei sie parlamentarisch, sei sie außerparlamentarisch, mit den Mitteln des Faschismus auszuschalten. 2026 wird das übelste Jahr in der bundesdeutschen Geschichte, es sei denn, die Made in Germany verpuppt sich endlich und wird dann zum flugfähigen, wehrhaften Kerbtier.

Illustration Michael Bluemel

Illustration Michael Bluemel