Schlagwort: Leipziger Buchmesse

Blatt 071 Zwölfter März 2026

Heute in einer Woche öffnet die Leipziger Buchmesse ihren Augiasstall voll Gesinnungsunflat mit einigen wenigen Perlen darin. Die linke Hetzpeitsche wird durch ihre Hallen pfeifen. Früher gurrte dort die Friedenstaube, heuer begackern dort pseudo-literarische Quotenhennen ihre feministischen Pamphlete. Es wird vermutlich eine messianische Messe missionierender linker Utopisten, die sich in ihren naiv-sentimentalen Anwandlungen als das Weltgewissen betrachten. Ein Stelldichein von Schmaldenkern und Ulknudeln. Woke, Queere, Diverse, Linke und Grüne zelebrieren ihren Konsens über den von ihnen verzapften Nonsens.

Mit Geschmacksverstärkern aufgepeppte Buchstabensuppen, von linken Klischees überfrachtete Bücher, in rüdem Ton gehaltene Antifa-Kampfschriften, vorlaut und sinnentleert wie Hundegebell. Romane und Lyrikbände ephemeren Charakters, demagogische Invektiven, die, im selben Moment, da man sie liest, schon wieder an ihrer Sinnlosigkeit krepieren. Vielleicht noch die Tagebücher Sitting Bulls. Die Autor*innen, wie es im offiziellen Sprachgebrauch der Messe wohl lauten wird: Popelmänner, Böhmermänner, Hampelmänner, ausgebampfte Sozi-Hippen, Vogelscheuchen, die sich Drag Queens nennen.

Ab sofort im Buchhandel erhältlich: Zaungasts satirische Chronik 2025. 388 Seiten, ISBN 3-903443-61-1

86. Kalenderblatt 27. 03. 2025

Zaungastige Gedanken zur Literatur anlässlich der gerade begonnenen Leipziger Buchmesse

Das Wesensmerkmal literarischer Größe ist die Wandlungsfähigkeit der Linienführung, die generelle und spezifizierte Verfallssymptome in den sich überlagernden und miteinander korrespondierenden Bedeutungsebenen ganz allein im Vorstellungsbereich des parteinehmenden Lesers konturiert, man könnte auch sagen, des besitzideologischen Lesers. Die Perspektivgestaltung als Schaffensprinzip kulminiert in der Fixation des Spannungsfeldes, dem es lebenswahre Tragfähigkeit einhaucht. Der parteinehmende oder besitzideologische Leser gründet sein Verstehen auf der Dissonanz zwischen Identifikation und der als mehr oder weniger bedrohlich empfundenen Grundsätzlichkeit. Das heißt, ein solcher Leser versteht überhaupt nichts.

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