Dreizehnter April 1906, Geburtstag von Samuel Beckett. Aufgrund seiner absurden Theaterstücke hat Beckett einen Platz in diesem Kalender verdient. Von Oktober 1936 bis April 1937 weilte Samuel Beckett mal wieder in Deutschland. Dort wohnt er im März ’37 einem Auftritt des Komikers Karl Valentin bei und zeigt sich stark beeindruckt. Ein Treffen zwischen den beiden Großmeistern des Absurden wird arrangiert. Valentin, in bizarrer Aufmachung, führt Beckett in dunkle Räume, die er als sein Museum bezeichnet. Dann entschuldigt er sich und ward nicht mehr gesehen. Beckett harrte vergebens auf seine Wiederkehr. Warten auf Karl Valentin. Warten auf Godot.
Schlagwort: Karl Valentin
An Karl Valentin, den unvergessenen Fackelträger skurrilen Humors, führt kein Weg vorbei. Wir hatten ihn schon am neunten Februar, seinem Todesdatum, gewürdigt. Und heute datiert der Tag seiner Geburt. Und bis heute hat sein Humor noch keinen Staub angesetzt, während viele Vertreter eines platten und vordergründigen Humors sowie etliche Fernsehclowns im Staub der Vergessenheit versunken sind. Die Melone, seine hagere gebeugte Gestalt, das lange Beingestöckel, so sehen wir ihn vor uns. In dieser zu einem warmen Lächeln reizenden Gestalt hat sich die Natur beileibe keiner Falschmeldung befleissigt.
Fortsetzung vom Mythos der Klerikiller folgt demnächst.
Heute gedenken wir des großartigen Münchner Komikers Karl Valentin, der am neunten Februar 1948, verarmt und fast vergessen, verstorben ist. Er war zweifellos ein Meister des Absurden, der sich seinen Platz in diesem Kalender verdient hat. Irgendwie hat er sogar die teilweise chaotischen Zustände innerhalb des Bürokratiemonsters Europäische Union vorausgeahnt. Zitat Karl Valentin: „Europäische Mittwoch-Zeitung ab Montag nur mehr Dienstag und Freitag mit Ausnahme vom Aschermittwoch. Die Rehdagdion.
Sollte dieser Kalender eines Tages unerwartet sein Erscheinen einstellen, so war dann vermutlich der Staatsschutz zu Besuch beim Chronisten.