Größenwahnsinnig in ihrer Selbstwahrnehmung, vermessen in ihren Ansprüchen, genügsam in ihrem Denken, versaut in ihrer Moral. So können wir die Reichen und ‚Mächtigen‘ dieser Welt charakterisieren. Die Epstein-Dokumente führen es uns vor Augen. Die Geachteten entpuppen sich als die Verächtlichen. Raub, Versklavung sowie andere Verbrechen waren seit jeher die Basis von Macht und Reichtum. Und nicht der Straßenpöbel, nein, der Geldpöbel ist für mich der Inbegriff des Pöbels. Damit soll nicht gesagt werden, dass all die Reichen und ‚Mächtigen‘ schlechte Menschen sind. Aber die zu lange im Rampenlicht Stehenden scheinen zwangsläufig einen Hirnschaden davonzutragen.
Auf dem nächsten Kalenderblatt wird es unappetitlich durch einige Sätze aus dem Roman ‚Von der Pandemie zur Pandämonie‘ oder ‚Zaungast und die Herrschaft der Ampelaner‘. Denn eines der Hauptthemen des Romans ist die zunehmende Dekadenz und Verottung der Polit- und Promiszene. Die Epstein-Files sind dort quasi in krassester Form bereits vorweggenommen.