Hilfe, mein Schwein pfeift!
Otto Wetterstrand, Initialen O Weh, war ein Mann, der über ein außerordentliches Talent im Wurstaufschneiden verfügte. Auch das Wursten besorgte er selber. Und selbst die Schweine mästete er in seinen eigenen Zuchtbetrieben heran. Einige dieser Schweine bildete er zu Kampfschweinen aus. Er unterhielt sogar eine richtige Kampfschweinschule.
Otto Epschwein, so der Name eines preisgekrönten Kampfschweins, wurde eines Tages aus heiterer Hölle von einem Dämon verhext und begann erst zu pfeifen und dann sogar zu sprechen. Keine Schweinereien, wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Da ein Exorzismus keine Wirkung zeigte, kam Otto Epschwein in die Behandlung Professor Tropfsteins, dessen fortschrittlicher Therapieansatz darin bestand, die Analyse durch die Analüge zu ersetzen. Seine Patienten rekrutierten sich aus den Adelshäusern, den Parlamenten, den Vorstandsetagen, den Redaktionen, den Amtskirchen und von den internationalen Showbühnen, kurz gesagt, aus dem Morast der Dekadenz.
„Hören Sie, es pfeift“, sagte Otto Wetterstrand. – „Ja, aber es verpfeift sich dauernd“, sagte Tropfstein. „Moment, es verpfeift uns, das Epschwein. Das ist ungeheuerlich! Wir müssen es schlachten, ganz koscher natürlich, bloß nicht noch mit einem Bonzenschussgerät auffahren. Jetzt spricht es, was sagt es?“
„Ich heiße Jeffrey, nicht Otto. Geld her, Geld her, oder ich fall um!“
„Ein Umfaller, ein Merzenherz“, diagnostizierte Tropfstein. „Uns bleibt keine Wahl, wir müssen es schlachten!“
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