Kategorie: Satire (Seite 9 von 23)

Blatt 054 Dreiundzwanzigster Februar 2026

Monopoly

Die Galerie der Monopolisten: Der öffentlich rechtliche Rundfunk, die Kirchen, die GEMA, die Kaminkehrer, die Politiker, die Verfassungsrichter. Heute beleuchten wir den öffentlich rechtlichen Rundfunk.

Die vom ÖRR besitzen das Monopol auf legalisierte Schutzgelderpressung. Ein Neo-Himmler verspricht beispielsweise Schutz vor einem Neo-Hitler. Dann versprechen sie Schutz vor Seuchen und Krankeiten wie Xenophobie, Rechtsruck, Rechtsdrall, Rechtslastigkeit und Islamophobie. Sie versprechen Schutz vor Gedankenviren, sind sogar orthopädisch engagiert, indem sie behaupten, vor Fehlhaltungen zu schützen. Sie bedienen sich diverser Hilfsmittel wie sprachpolizeilicher Maßnahmen, betreutem Denken und Lügen. Eine Lizenz zum Lügen hat der ÖRR noch nicht, keine offizielle jedenfalls, aber einen Freibrief, ausgestellt vom linken Parteienkartell. Ein Griff in die KI-Kiste erspart den Redakteuren langwieriges Suchen, einem Schluck aus der Plagiats-Pulle lässt man einfach einen Entschuldigungs-Rülpser folgen. Die Sprache, derer sie sich bedienen ist Genderblödsinn, sind Flickworte mit Sternverbrämungen, ist woke Clownerie.

Die Zahlungsaufforderung der Schutzgelderpresser vom ÖRR geht an jeden Bürger beziehungsweise jeden Haushalt. Der Marktanteil des ÖRR an diesem Zweig des organisierten Verbrechens beträgt also hundert Prozent! Monopolisten eben. Ein Monopolyspiel, bei welchem es immer nur ein und denselben Gewinner gibt. Ein schmutziges Spiel, einer Demokratie unwürdig.

Meint Kommissar Zaungast

Blatt 052 Einundzwanzigster Februar 2026

Kommissar Zaungasts Prognose (siehe Blatt 51) hat sich bewahrheitet. Die Parteitagsdelegierten sind nichts anderes als die Wiederkäuer eines verschimmelten Wortkäses. Statt auf ihren Kandidaten zu pfeifen, haben sie ihre Wähler verpfiffen. Ein Schaumschläger, der den Delegierten den Seifenschaum seiner Neurosen serviert, erhält über 90% Zustimmung. Hat man hier Kosmetik betrieben und die 6 einfach umgedreht? Falls nicht, dann ist der Sarg für diese Partei bereits gezimmert. Die Totengräber und Sargmacher aus den eigenen Reihen aber werden mit stehenden Ovationen bedacht. Die einzige Standhaftigkeit, die der Union noch verblieben ist. Und das neue Traumpaar der CDU heißt Merz und Merkel. Der Kanzler hätschelt den Bremsklotz, den er sich selbst ans Bein gebunden hat, und geifert Invektiven wider die Opposition. Und statt sich um den Zustand der Welt zu kümmern, auf den er keinen Einfluss hat, sollte er besser den Sorgen und Wünschen seiner Bürger Audienz geben.

Und wie schon gestern, noch einmal eine Bemerkung zu NIUS: Was habt ihr denn da in der gestrigen Abendsendung für eine Mumie aus der Mottenkiste der CDU herausgeholt! Und nicht einmal abgestaubt. Nach den ersten Worten dieses Fossils habe ich bereits abgeschaltet.

Blatt 051 Zwanzigster Februar 2026

Ausblick auf den heute beginnenden Parteitag der CDU

CDU-Parteitag in Stuttgart. Trost und Hoffnung wird der Zutritt verwehrt. Statt dessen wird vermutlich Zement angerührt, um den neuen antifaschistischen Schutzwall weiter zu festigen. Der Chef verlangt Bücklinge seitens der Männer und Hofknickse seitens der Frauen. Was aber ist mit Nichtbinären, Gemigendern, Xenogendern et cetera? Ein Redner nach dem anderen wird narzistische Elogen auf sich selbst und seine angefaulte Partei anstimmen. Salbungsvolle Worte werden ihnen zu Diensten stehen, Moralvorstellungen und einst gehegte Überzeugungen werden den Dienst quittieren. Sie werden den Delegierten ihren Unflat aufs Brot schmieren, und diese werden hinein beißen. Und in der ersten Reihe wird eine Frau sitzen, deren Lächeln eher wie ein Dolchstoß wirkt. Das ist die Prognose von Kommissar Zaungast zum CDU-Parteitag.

Heute morgen bei NIUS: Ein kompromittierendes Foto eines jeglicher Menschlichkeit entkleideten Ex-Prinzen wird in Übergröße als Ausstaffierung des Sendestudios verwandt. Das ist Kloaken-Journalismus, das ist Böhmermann und Hayali-Niveau!

Blatt 050 Neunzehnter Februar 2026

Die Parabel vom Hans-Guck-ins-Glas

Hans-Guck-ins-Glas hatte Durst. Das kam des Öfteren bei ihm vor. Er litt unter chronischem Durst. Gesellschaftlich war er geächtet. Er wurde ausgegrenzt.

Hans-Guck-ins-Glas hatte einen Zwillingsbruder, der nicht ausgegrenzt wurde, ganz im Gegenteil, dieser Zwillingsbruder grenzte aus. Er wurde auch nicht geächtet, er wurde geachtet. Er war jemand, der sich gern im Schattenreich totaler Überwachung aufhielt, der im Dienste des Kontrollstaates stand. Sein Glas war die Lupe oder das Fernglas, je nach Lage und Gelände, um es im militärischen Jargon auszudrücken. Er war also ein Denunziant, ein trusted flagger. So wurde er vom Hans-Guck-ins-Glas zum Hans-Spuck-ins-Glas und endete als Brunnenvergifter.

Der böse Friederich oder Hans-Guck-in-die-Luft hat morgen beim CDU-Parteitag seinen großen Auftritt. Sein Waterloo?

Blatt 048 Siebzehnter Februar 2026

Kommissar Zaungasts Nachrichtenportal

Seligsprechung des Heiligen Relotius. Seine ko(s)mische Intelligenz (KI) lancierte gestern oder vorgestern einen hanebüchenen Beitrag in das Zentralorgan defätistischer Fehlinformationen (ZDF), der diese Seligsprechung rechtfertigt.

Der Schwarze Peter ist geklont worden. An jeder Ecke steht er, der Schwarze Peter. Er könnte eine neue Stadtbilddebatte auslösen. Aber das Klonen war unausweichlich geworden. Einer allein schafft es nicht mehr, für all den alltäglichen Wahnsinn verantwortlich zu sein.

Sie schreien nach Datenschutz für Gewalttäter und filzen die Wohnungen derer, die nicht ihrer Meinung sind.

Die Postenschieberei wird zur Possenreiterei. Die King Beil Dynastie inthronisiert eine neue Prinzessin. Der Bürger als Steuerzahler backt den Kuchen und wird mit Krümeln abgespeist. Den Kuchen aber teilen sich Parteien und Gewerkschaften unter sich auf in erbittertem Streit um die dicksten und nahrhaftesten Brocken. Sollen sie doch an ihrer Gier und den dicken Brocken ersticken. Meint Kommissar Zaungast.

Ein Gespenst, das mit seinem Spuk die Geister der CDU-Leute heimsucht, hat seine Materialisation auf dem CDU-Parteitag angesagt. Die bereits totgesagte Henne, die all die faulen Eier gelegt hat, die nun ausgebrütet werden, breitet ihre Schwingen erneut zur großen Flatter.

Blatt 047 Sechzehnter Februar 2026

Heute, am sechzehnten Februar feiern die Karnevalisten ihren Rosenmontag. Speziell entlang des Rheins. Doch nach dem Regierungssitz hat sich die wirkliche närrische Hochburg längst vom Rhein an die Spree verlagert. Die dortigen Narren scheinen jedenfalls einen immerwährenden Fasching zu zelebrieren. Närrisch, zänkisch, kindisch, diktatorisch.

Blatt 046 Fünfzehnter Februar 2026

Halbzeit bei Olympia. Im Schlaf offenbarte sich Kommissar Zaungast eine Vision von den Winterspielen der Zukunft. Spiele, die dem gestiegenen Bedürfnis der Menschen nach Sensationen und Perversionen Rechnung tragen. Der Kommissar träumte von einem Biathlon-Wettbewerb, bei welchem sich Panzerhaubitzen durch die Landschaft pflügen und Menschentrauben ins Visier nehmen. Die Regeln ähnelten denen wie sie beim Kegeln gelten. Der Kommissar träumte von einem Abfahrtslauf auf einer Eispiste mit zigtausenden von Startern. Keine Skiläufer … Rollstuhlfahrer. Die hohe Teilnehmerzahl erwies sich als notwendig, um am Ende noch genug lebende Kandidaten für die Medaillenränge zu haben. Allerdings wurde auch die posthume Medaillenvergabe bei diesen Spielen der Zukunft eingeführt, denn bei der Disziplin Kamikaze-Bob gab es keine Überlebenden. Konnte es keine Überlebenden geben, da die Schlitten über eine Felskante hinweg in einen mehrere hundert Meter tiefen Abgrund stürzten. Kommissar Zaungast träumte vom Skelet(t)on-Wettbewerb, bei welchem abgemagerte, ausmergelte Gestalten mit Heißhunger auf einen Skimarathon geschickt wurden. Der Sieger bekam eine mit Blattgold überzogene, nahrhafte Oblate überreicht, der Zweitplatzierte eine silberne. Der Kommissar träumte vom Harakiri-Skifliegen, ein weiterer Wettbewerb der posthumanen Medaillenübergabe. Die Athleten sprangen nicht vom Schanzentisch, sondern aus 200 Metern Höhe aus Militärtransportern. Damit war die Gier des modernen Menschen nach spektakulären sportlichen Darbietungen noch keinesfalls befriedigt. Höhepunkt und Abschluss der Spiele war eine große Schneeballschlacht mit von Schnee ummantelten Miniaturbomben. Jeder gegen Jeden. Es war ein Gemetzel.

Blatt 044 Dreizehnter Februar 2026

Heute: Freitag, der dreizehnte! Das unwandelbare Gesetz der Dreizehn übernimmt für 24 Stunden die Fäden des Schicksals, an denen sonst der Zufall zupft. Der Zufall hat einen auf 24 Stunden befristeten Pakt mit dem Teufel geschlossen. Die Phantasie triumphiert über die Urteilskraft. Unglücksvisionen erhalten titanische Konturen. Überall brüten die Schatten Phantome aus. Steine des Anstoßes pflastern deinen Weg, das Getrappel von Pferdefüßen klingelt dir in den Ohren, Anknüpfungsfäden werden zu Fallstricken und die Fettnäpfchen lauern am Wegesrand. Da verbringst du den Tag am Besten im Bett oder setzt dich in deine Kneipe und besäufst dich. Um 00:01 Uhr kannst du den Heimweg antreten, ohne dass dir ein Dachziegel aufs Haupt fällt.

Gestern: Merkel, Prien und Klöckner wurden als Bundespräsidentschafts-Kandidatinnen ins Gespräch gebracht. Angesichts dieser Auswahl muss der Magen revoltieren und die Galle hochkochen. Warum nicht Pippi Langstrumpf, nachdem man sie eingebürgert hat? Wenn schon eine Kandidatin der Quote, dann doch lieber einen Vitalbrocken wie Ricarda Lang.

Gestern: Julian Reichelt erklärt bei NIUS, dass er die Musik von Herbert Grönemeyer liebt. Dass er das überhaupt als Musik bezeichnet, hat mich schon entsetzt. Wer sich dem Krächzen und Blöken von Grönemeyer freiwillig aussetzt, der ist eine absolute Kulturniete.

Blatt 043 Zwölfter Februar 2026

Zwölfter Februar 2026, Weiberfastnacht. Heute schwärmen sie wieder aus, Weiber jeden Alters auf der Jagd nach der vollkommensten Darstellung des Idealbildes von Weiblichkeit. Frauen, die sich auf das Feld feministischer Reinkultur wagen. Vorher ein reichlichliches Quantum radikaler Flüssigkeit tanken, angereichert mit Vitamin A, dann die Puppen tanzen lassen. Kommissar Zaungast wünscht allen Feiernden viel Spaß!

Kanzler Merz legt eine veritable Arschbombe hin. Noch brennt die Lunte aber nicht. Der Kanzler will den CO2-Preis stoppen. Behauptet er. Das Gegenteil wird passieren.

Möge sich Kommissar Zaungast dieses Mal täuschen, doch die Hoffnung ist infinitesimal.

Blatt 042 Elfter Februar 2026

Hilfe, mein Schwein pfeift!

Otto Wetterstrand, Initialen O Weh, war ein Mann, der über ein außerordentliches Talent im Wurstaufschneiden verfügte. Auch das Wursten besorgte er selber. Und selbst die Schweine mästete er in seinen eigenen Zuchtbetrieben heran. Einige dieser Schweine bildete er zu Kampfschweinen aus. Er unterhielt sogar eine richtige Kampfschweinschule.

Otto Epschwein, so der Name eines preisgekrönten Kampfschweins, wurde eines Tages aus heiterer Hölle von einem Dämon verhext und begann erst zu pfeifen und dann sogar zu sprechen. Keine Schweinereien, wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Da ein Exorzismus keine Wirkung zeigte, kam Otto Epschwein in die Behandlung Professor Tropfsteins, dessen fortschrittlicher Therapieansatz darin bestand, die Analyse durch die Analüge zu ersetzen. Seine Patienten rekrutierten sich aus den Adelshäusern, den Parlamenten, den Vorstandsetagen, den Redaktionen, den Amtskirchen und von den internationalen Showbühnen, kurz gesagt, aus dem Morast der Dekadenz.

„Hören Sie, es pfeift“, sagte Otto Wetterstrand. – „Ja, aber es verpfeift sich dauernd“, sagte Tropfstein. „Moment, es verpfeift uns, das Epschwein. Das ist ungeheuerlich! Wir müssen es schlachten, ganz koscher natürlich, bloß nicht noch mit einem Bonzenschussgerät auffahren. Jetzt spricht es, was sagt es?“

„Ich heiße Jeffrey, nicht Otto. Geld her, Geld her, oder ich fall um!“

„Ein Umfaller, ein Merzenherz“, diagnostizierte Tropfstein. „Uns bleibt keine Wahl, wir müssen es schlachten!“

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