Blatt 139 Neunzehnter Mai 2026

Fortspinnung der verrückten Geschichte

Zaungasts Vermutungen zielten ins Schwarze und trafen ins Schwarze. Aber weder in Dunkle Materie noch in Dunkle Energie, auch nicht auf einen Dämon. „Der Schrank ist ein verzwergtes Haus“, erklärte der Kommissar. „Es war ursprünglich ein Gebäude, ein Haus, das beschränkt wurde. Und eingeschränkt. So verzwergte es sich zum Schrank. Zum Schrank der leeren Versprechungen, leer wie der Schrank; zum Schrank der hohlen Phrasen, hohl wie der Schrank; zum Schrank der Immobilität, des Stillstands. Zum Schrank bürokratischer Schranken und Beschränktheit. All das lastet schwer auf dem Fundament, auf dem Boden, auf welchem er steht. Deshalb lässt sich das Ding nicht bewegen. Dieser Schrank war ursprünglich das Gebäude der deutschen Demokratie. Um Beschränkungen und Beschränktheit des Schrankes aufzheben, benötigt es wohl eine Revolution, Neuwahlen werden nicht reichen, anderenfalls wird sich das einst so stolze Gebäude noch vom Schrank zum Sarg verzwergen. Und dieser Zeitpunkt scheint mir nicht mehr weit. Schnelles Handeln tut also Not. Aber das ist nicht Aufgabe der Polizei. Auf Wiedersehen.“

Blatt 138 Achtzehnter Mai 2026

England erwache!

Die Briten wollen nicht länger tatenlos zusehen, wie Politik und Monarchie das Volk in die Tinte reiten, wie Migration zu einem unorganischen Auswuchs, zu einem Krebs an der britischen und europäischen Kultur wird, zu einem Verrat am hellenistischen Erbe. Deshalb versammeln sie sich unter dem Union Jack, um Widerstand zu leisten, um dem drohenden Joch des Islamismus zu entgehen. Die Linke bekommt darob Bauchschmerzen und krümmt sich wie ein verbranntes Streichholz. Auch in Deutschland. Denn die Briten gehen auch in unserem Interesse auf die Straße. Bei uns sieht man dort leider nur die nach Blut lechzende Antifa und die altjungferliche Einfalt der Omas gegen Rechts, die Vielfalt auf der Zunge tragen und Einfalt im Gehirn. Die viehische Stumpfheit ihres Geistes und die ihrer Söhne, Töchter und Enkel ist wahrhaftig erschreckend. Dummheit paart sich mit Bosheit, und das in allen Bildungs- und Gesellschaftsschichten. Selbst König Charles findet noch beschönigende Worte für die muselmanische Invasion Europas. Die Monarchen sollten sich wieder auf das beschränken, was sie von alters her am besten konnten: Fressen, verdauen, kacken. Scheiß auf die Monarchie, sie hat abgekackt, sie ist mit Elizabeth endgültig zu Grabe getragen worden.

Wie Kommissar Zaungast das Rätsel des unverrückbaren Schranks löst, das erfahren wir auf dem nächsten Blatt dieses lehrreichen Kalenders.

Zaungasts satirische Chronik von 2025 ist im Buchhandel erhältlich.

Blatt 137 Siebzehnter Mai 2026

Fortsetzung der verrückten Geschichte vom fünfzehnten Mai

Die Verstärkung in Gestalt zweier Hünen traf ein. Der Vormann des Möbelpackertrupps, genannt Ali Baba, sowie ein weiterer Kollege. So waren sie nun also schon zu viert. Voller Zuversicht rückten Ali Baba und die vierzig Finger dem widerspenstigen Möbelstück zu Leibe. Es half alles nichts. Der renitente Schrank blieb unverrückbar. „Hier stimmt etwas nicht“, sagte Ali Baba und seine Leute pflichteten ihm kopfnickend bei. Da sie sich keinen Rat mehr wussten, beschlossen sie, die Nuss der Polizei zum Knacken zu geben. Kommissar Kalauer nahm sich des Falles an. Der Kommissar war gerade eingetroffen, da sagte einer der Möbelpacker: „Warum zerlegen wir das verdammte Ding nicht einfach?“ Kalauer erhob umgehend Einspruch. Er wollte dem Rätsel allein mit seinem Sherlock-Holmes-Verstand beikommen. Er sagte: „Ich sehe hier nur zwei plausible Möglichkeiten. Entweder ist der Schrank vollgepackt mit dunkler Materie, oder ein Dämon hat seinen Wohnsitz in diesem Schrank genommen. Wir werden das in Kürze feststellen.“ Doch weder ein hinzu gezogener Physiker noch ein Exorzist konnten zu des Rätsels Lösung beitragen. Schließlich wurde Kommissar Zaungast mit dem Fall betraut.

Fortsetzung folgt

Blatt 136 Sechzehnter Mai 2026

Noch mal ein paar Worte zum deutschen Katholikentag

Der ganze linke Abschaum gab sich in Würzburg beim deutschen Katholikentag ein Stelldichein, um zu gendern, zu spalten, zu hetzen und um Wokeness zu zelebrieren. ‚Rechte‘ waren nicht erwünscht. Die Bibel sollte postkolonial gelesen werden und als ‚Empowermentbuch‘ für queere Menschen herhalten. Von Spiritualität und christlichem Glauben ist keine Rede mehr. Bätzing und Kollegen sind die personifizierte Verhöhnung Gottes. Eine Kirche, die Frauen als Hexen an den Pranger stellte und lebendig verbrannte; eine Kirche, deren Vertreter Legionen von Kindern folterte und schändete; eine Kirche, die zu den Gräueln der Nationalsozialisten weitgehend geschwiegen hat, maßt sich an, zu entscheiden, wer Gottes heiligen Tempel betreten darf. ‚Rechte‘ sind hier nicht erwünscht! Aus Achtung vor dem Christentum müsste eigentlich jeder Gläubige der Kirche den Rücken zuwenden.

Bereiten wir uns schon mal seelisch vor auf den nächsten deutschen Katholikentag in Paderborn. In Würzburg war ‚Fesselsex‘ ein Thema, in Paderborn wird vermutlich die erste sodomistische Messe zelebriert werden, oder vielleicht ein Pontifäkalamt. Hoch den Rock, hoch den Rock, im Dom da steht der Ziegenbock, und am Altar da wartet längst der Hengst, der Hengst, der Hengst. Fick fick hurra in Sodom Gomorrha.

Blatt 135 Fünfzehnter Mai 2026

Eine verrückte Geschichte

Gewissen Gemäuern ist zu eigen, dass sie die Lebensäußerungen der Menschen, die in ihnen wohnen, in ihre Mauern aufsaugen und daselbst speichern. Diese dort einbalsamierten Lebensäußerungen und auch Gedanken können von empfindsamen Menschen, wie beispielsweise einem Medium, zu neuem Leben erweckt werden und dann als Spukphänomene zutage treten. Kann auch ein nicht verrückbarer Schrank unter diese Kategorie fallen?

Zwei Möbelpacker lieferten Horst Rüping einen neuen Schrank, doch der alte ließ sich nicht verrücken. Als sei er an der Wand festgenagelt. War er aber nicht. Und auch die Möbelpacker, kräftige Kerle, die zu zweit schon so manch ein Klavier treppauf treppab getragen hatten, vermochten es nicht, den vollständig ausgeräumten Schrank auch nur um einen Millimeter zu verrücken. „Das gibt es doch nicht“, sagte Herr Rüping, „entweder der Schrank wird jetzt verrückt oder ich werde verrückt.“ – „Es scheint, wir sind alle drei verrückt geworden, das ist ja komplett verrückt“, sagte einer der Möbelpacker. Sie rafften sich zu einer letzten finalen Anstrengung auf, doch auch diese erwies sich als fruchtlos. Es wurde sodann Verstärkung angefordert.

Fortsetzung folgt

Blatt 134 Vierzehnter Mai 2026

Maria Himmelfahrt. Der deutsche Katholikentag hat begonnen.

Es kärchert in der Kirche. Die größte Säuberungsaktion seit der Vertreibung der Kaufleute aus dem Tempel durch Jesus. Spiritualität raus, Spiritisten, Spintisierer und Spinner rein, Sinnfindung aufgegeben, Suche nach wokem Schwachsinn erfolgreich gestaltet. Der Goldfisch-Zustand des Gekreuzigten in der Monstranz, im Tabernakel, hinter Glas, wo die Gläubigen nun statt des Heilandes eine Drag Queen sehen sollen, findet somit endlich ein Ende. Der Gekreuzigte mit dem Karl-Marx-Rauschebart an der Wand des Hochaltars hat ein Ei gelegt. Männer können durch die hohnbefleckte Empfängnis nicht nur schwanger werden, sie können auch Eier legen. Wozu brauchen wir da noch Quotenfrauen? Maria Empfängnis, Maria Himmelfahrt, Maria Sturzflug.

Drag Queens, Queere, Schwule und Lesben werden gesegnet, zwei verliebte junge Menschen, die vögeln, nehmen wir mal an ein Mädchen und ein Junge, werden verdammt, sofern sie nicht das Sakrament der Ehe erhalten haben. Der ohnehin schon fragwürdige Kult der Sakramente wird zu einem Kult der Exkremente. Die Stigmata des Gekreuzigten konkurrieren mit dem Stigma der Lächerlichkeit katholischer Popen. Von der evangelischen Konkurrenz wollen wir erst gar nicht reden.

Blatt 133 Dreizehnter Mai 2026

Der Zustand unseres Landes am Beispiel der Bahn dargestellt. Die Bahn im dunklen Tunnel, kein Licht am Ende des Tunnels. Bericht einer Bahnreise. Realsatire.

Es geht los am Bahnhof Geltendorf/Obb. mit der S4 zum Münchner Hauptbahnhof. Türen defekt. In München-Pasing kommt die Durchsage: Heute kein Halt am Hauptbahnhof. Also am Stachus aussteigen und per Fußmarsch zurück zum Hauptbahnhof. Zum Glück hatte ich ein ausreichendes Zeitpolster. (braucht man bei der Bahn immer). Dann am Bahnhof: Der ICE 588 nach Hamburg fährt von Gleis 24 statt wie laut Fahrplan von Gleis 19. Die Platzreservierungen sind hinfällig, weil ein anderer Zug als der vorgesehene eingesetzt wurde. Nach Abfahrt des Zuges ging eine Zeit lang alles gut. Kurz nach Fulda dann Stillstand. Im Tunnel. Durchsage des Zugchefs: „Ein Suizidgefährdeter spaziert zwischen Kassel und Fulda auf der Rennstrecke hin und her. Die Strecke ist gesperrt.“ Also raus aus dem Tunnel und zurück nach Fulda, um über eine Umleitung nach Kassel zu fahren. Voraussichtliche zusätzliche Verspätung etwa 90 MInuten. Dann war die Strecke aber plötzlich doch wieder frei. Also zurück auf die ‚Rennstrecke‘ nach Kassel. Umstieg in Kassel in den Regionalexpress nach Düsseldorf. Abfahrt mit nur fünf Minuten Verspätung. Toilette defekt. Ankunft am Zielbahnhof Paderborn mit nur fünf Minuten Verspätung!

Blatt 132 Zwölfter Mai 2026

Zur Lage der Welt

Kriegselefanten trampeln über den Globus, die Friedenstaube hechelt flügellahm hinterher. Es ist ihr bedauernswertes Schicksal, bei nahezu allen Anlässen Federn lassen zu müssen. Denn immer wieder knallt sie bei ihren zahlreichen Friedensmissionen vor die von Machthunger, Streitsucht, Habgier und Intoleranz vernagelten Türen und Fenster. Die Friedenstaube wird offen in Liedern besungen, von heuchlerischen Schwätzern beschwört, aber hinter vorgehaltener Hand heimlich bespöttelt. Friedenstauben werden auch nur sehr ungern von Bossen und Vorständen eingestellt, sie taugen einfach nicht als Karrieristen. Raben- und Geierschwingen tragen zumeist reichere Errnte ein als Taubenflügel. Vor allem den Rüstungsmagnaten.

Blatt 131 Elfter Mai 2026

Vor etwa zehn Tagen berichteten wir von dem Mann, der von einer hartnäckigen Verstopfung heimgesucht wurde, immer dann, wenn der dreißigste April auf einen Donnerstag fiel. Eine Verstopfung, die zehn Tage anhielt, um sich dann in einer Überraschung zu entladen. Gestern passierte Folgendes: Die Überraschung bestand aus zehn Flaschengeistern, Dschinns aus 1001er Umnachtung, Kaldaunengeister in diesem Fall, Abgesandte des Propheten. Sie sind gekommen, um hier ordentlich Wind zu machen und das Land aufzumischen. Politik und Behörden lassen sie gewähren.

Zum Schluss noch ein Musiktip: Constipation Blues von Screamin‘ Jay Hawkins

Blatt 130 Zehnter Mai 2026

Besinnliche Worte zum Sonntag von Nicolas Gomez Davila

„Das Christentum löst keine Probleme, es zwingt uns nur dazu, sie auf höherer Ebene auszutragen. Diejenigen, die verlangen, dass es sie löse, verstricken es in die jeder Lösung eigene Ironie.“

„Der Fremdling macht dem Einheimischen keine Konzessionen.“

„Der Revolutionär entdeckt den wahren Geist der Revolution erst vor dem Revolutionstribunal, das ihn verurteilt.“

„Die großen Bücher schützen sich dadurch vor dem Leser, den sie nicht auserkoren haben, dass sie diesem nicht als groß erscheinen.“

„Der Schwachsinnige zeichnet sich weniger durch den Schwachsinn seiner Ideen aus als durch den seiner Begründungen.“

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