Dreizehnter April 1906, Geburtstag von Samuel Beckett. Aufgrund seiner absurden Theaterstücke hat Beckett einen Platz in diesem Kalender verdient. Von Oktober 1936 bis April 1937 weilte Samuel Beckett mal wieder in Deutschland. Dort wohnt er im März ’37 einem Auftritt des Komikers Karl Valentin bei und zeigt sich stark beeindruckt. Ein Treffen zwischen den beiden Großmeistern des Absurden wird arrangiert. Valentin, in bizarrer Aufmachung, führt Beckett in dunkle Räume, die er als sein Museum bezeichnet. Dann entschuldigt er sich und ward nicht mehr gesehen. Beckett harrte vergebens auf seine Wiederkehr. Warten auf Karl Valentin. Warten auf Godot.
Zaungarstiges
Steigerungen: Nierenstein – Frankenstein – Epstein. Schlachtbeil – Kriegsbeil – Klingbeil. Absurd – Absurder – Absöder.
Im politischen und medialen Betrieb die Annäherung an die Perfektion: Es läuft alles wie geschmiert.
Die Lüge trägt eine Maske, die Wahrheit unzählige.
Der erste April sollte in Deutschland zum Nationalfeiertag erhoben werden.
Die Regierung gleicht einem Orchester, bei dem jedes Instrument in einer anderen Tonart spielt.
Ein Topf bleibt ein Topf, ob mit Deckel oder ohne. Ein Tropf bleibt ein Tropf, ob mit Doktorhut oder ohne.
Politiker haben die Angewohnheit, denjenigen, die ihnen im Äußern ihrer Ansichten zuvorkommen, stets zu widersprechen.
Der Koffer, mit dem das Unglück reist, ist prall gefüllt mit Geschenken.
Die Therapie des Linksparteilers gegen seinen Verfolgungswahn besteht im Verfolgen all derer, die nicht seine Meinung teilen.
Eine Frau sieht rot, sieht die Realität hinter der schwarzen Fassade ihrer Partei: Rot. Eine Frau, die sich ihres Verstandes erinnert und dem Idioten Klingbeil Paroli bietet. Katharina heißt nun die Verheißung eines bereits von Vielen abgeschriebenen politischen Frühlings. Bleibt zu hoffen, dass der Hoffnungsfunke, den Katharina gezündet hat, nun auch die Lunte erreicht, mit deren Hilfe diese unsägliche Koalition gesprengt werden müsste. Bleibt sie standhaft, traut sie sich, diese Waschlappen von Merz, Linnemann, Spahn, Söder & Co. auszuwringen, um sie auf ihre Erbärmlichkeit zurecht zu stutzen? Vielleicht wagen sich ja nun auch einige Duckmäuser aus ihren Löchern hervor und werden sich dessen bewusst, dass sie Mann und nicht Maus sind, sich nicht länger von der hanswursthaften Wichtigtuerei ihres Kanzlers beeindrucken lassen. Der 3M-Kanzler: M wie Marx, M wie Murks, M wie Merz. Friedrich, der Gernegroß. Katharina aber kann die Große werden!
Da dieser Kalender ein Portal für Satire, erlesenen Schwachsinn sowie grotesken Kriminalfällen sein sollte, darf Letzteres nicht fehlen. Im Herbst dieses Jahres erscheint die Kriminalgroteske ‚Zaungast und der Erlkönig‘. Daraus als Vorgeschmack nun die ersten Zeilen:
Aus kühlem Wiesengrund steigt wabernd der Nebel. Kein Lüftchen streicht über das Gras hinweg. Die Randeichen des nahen Waldes stehen reglos und schweigend. Alles wirkt wie aufgemalt; starr, bewegungslos, stumm. Am Himmel verblassen soeben die letzten Sterne, um dem heraufdämmernden Morgenlicht zu weichen. Schaurig gellt der Todesschrei einer Krähe vom nahe gelegenen Moor herüber.
Der Vogelkundler, der in diesem Moor seinen Horchposten bezogen hat, merkt nicht, dass er beobachtet wird. Seine Aufmerksamkeit ist ganz auf die Vogelstimmen gerichtet, die zwitschernd die Ouvertüre des neuen Tages orchestrieren. Als die Krähe ihren Todesschrei ausstößt, schaut er kurz auf. Gespenstisch schälen sich die Umrisse einer Kopfweide aus dem Nebel, ein riesenhafter Struwwelkopf mit einem Ableger rechts, einem seltsamen Auswuchs langer, auseinandergespreizter Weidenruten, gleich einer knöchernen Schwurhand. Ein in Weidenholz verwachsenes Memento. ‚Memento mori! Gedenke des Todes!‘ will es heißen. So spukt es dem Ornithologen durch den Kopf. Ja, der Tod ist präsent an jenem nebligen Morgen im und rund um das Moor. Im Gaukelflug streicht lautlos eine große Eule auf ihren Schlafbaum zu, in ihren Fängen die Krähe, die eben ihr Leben ausgehaucht hatte, irgendwo im unheimlichen, tückischen Moor, da, wo der Legende nach ein furchterregendes Gespenst umgeht. Professor Mellenkamp fürchtet weder Gespenster noch das Moor. Das Moor ist quasi sein Zuhause. Er kennt hier jeden Tümpel, jeden Pfad, auch jede Gefahr, die abseits der sicheren Pfade lauert. Unzählige Stunden hat er hier schon verbracht, allein oder mit Kollegen. Zumeist allein, um seine gefiederten Freunde zu beobachten, zu belauschen und ihre Stimmen aufzuzeichnen.
Noch immer hat er nicht registriert, dass man ihn beobachtet. Heimlich, aus dem Nebel heraus. Eine Unke hockt in ihrem Tümpel und unkt ihn an. ‚Bran‘ glaubt Professor Mellenkamp zu verstehen. Dann plötzlich hört er das Knacken. War es ein Fuß, der auf einen morschen Ast getreten ist … oder … das Spannen einer Waffe, das leise Knacken des Abzugshahns? Zum ersten Mal in seinem Leben spürt Professor Mellenkamp eine Atmosphäre irrationaler Furcht in diesem Moor. Fröstelnd zieht sich Mellenkamps Haut zusammen. Schattengleich schält sich etwas aus dem Nebel heraus. Die Umrisse eine Gestalt …
Ein neuer Versuch Zaungasts, sich eine Klage wegen Majestätsbeleidigung einzuhandeln.
Es gibt Halunken, die sprengen sogar den narzisstisch tyrannischen Bezugsrahmen der Unterwürfigkeitsanthropologen. Sie haben das Primat des Egoismus auf ihre Fahnen geschrieben, es sind rücksichtslose Praktiker, deren snobistischer Eskapismus Loyalität, Inzestuosität und Diamorphose ihren sinnmassakrierenden, psychotisch endogenen Symbolisationen skrupellos aufopfert.
Die Frage ist, ob Merz und Klingbeil in der Lage sind, diesen analytisch einfachen Text, ohne pseudointellektuelle Verbrämungen, zu verstehen. Ein Grundsatz in der Psychologie des Beleidigten besteht darin, dass eine klare Ansage wie beispielsweise Schwachkopf weniger Empörung hervorruft als wenn ich jemanden als einen Zengerling oder als einen Feifel bezeichne.
Vermischtes
Das Leck, mit welchem das ehemalige europäische Flaggschiff Deutschland in die Havarie steuert, ist mit keinen Sondersteuern, mit keinen Abgaben mehr zu stopfen. Es muss Ballast abwerfen, um nicht zu kentern. Der Kapitän, eher ein Leichtmatrose, sieht backbords das Schlaraffenland und steuerbords eine große Mauer. Er hat vollends die Orientierung verloren.
Friedrich Merz ist ein Taschenspieler, ein Trickser, der das Hütchen unter seinen Bechern nach Belieben verschiebt und so die Menschen jedes Mal hinters Licht führt. Und am Ende zaubert er aus seinem Hut nichts als Schulden und immer neue Schulden. Und seine Lügen kleidet er in immer groteskere Gewänder, in Klamotten wie aus 1001er Nacht.
Die Brandmauer ist aus Steinen des Anstoßes gemauert, ihr Baumeister glaubt allerdings, er sei im Besitz des Steines der Weisen. Das ist er mitnichten. Und nun zieht Sturm auf, der an den Grundvesten dieser Mauer rüttelt. Gelingt es der CDU nicht, die Mauer niederzureißen bevor der Sturm das besorgt, wird die Partei mitsamt der Brandmauer zerbröseln.
Bas, Esken, Roth, Prien, von der Leyen, Lang … verpisst euch aus der Politik und verbrüdert euch stattdessen zum Hexensabbat!
‚Zaungasts satirische Chronik 2025‘ als Buch im Buchhandel erhältlich.
Die gelungene Mondmission ist zweifellos ein Fest für Lunatiker, aber nur für Lunatiker. Sie nennen es Raumfahrt. Kann man ein Herumnavigieren innerhalb unseres Sonnensystems überhaupt als Raumfahrt bezeichnen? Dann könnte man auch ein Herumpaddeln auf einer Luftmatratze am Meeresstrand als Seefahrt bezeichnen. Es gibt keine Raumfahrt, es wird vermutlich niemals Raumfahrt geben. Vornehmster Zweck dieser Mondmission war, die Spinner, die auf der Rückseite des Mondes eine militärische Basis der Außerirdischen vermuten, eines Besseren zu belehren. Doch die sind vermutlich genauso vernunftresistent wie die CDUler hinter ihrer Brandmauer. In welchem Zusammenhang die Mondmission mit dem geplanten Ausreiseverbot für wehrfähige Männer steht, müsste auf einem anderen Kalenderblatt geklärt werden.
Zaungasts Kalender von 2025 ist im Buchhandel erhältlich. Erschienen im Wolfgang Hager Verlag: ‚Zaungasts satirische Chronik 2026‘.
Zaungast bei X unter Zaungast44 zu finden.
Das Wort zum Ostermontag delegieren wir an Zaungasts Lieblings-Aphoristiker Nicolas Gomez Davila.
„Die Wahrheit ist in dem unbestimmten Bereich zu Hause, wo entgegengesetzte Prinzipien sich wechselseitig kreuzen und berichtigen.“
„Die Wasser des Abendlandes sind faulig, doch die Quelle ist rein.“
„Beim Christentum eines Christen der Linken eliminiert früher oder später einer der beiden Faktoren den anderen.“
„Nur wenn im Verhalten des Individuums antidemokratische Elemente vorherrschen, münden die Demokratien nicht im Despotismus.“
„Jede Sache, die rentabel wird, fällt in gemeine Hände.“
Über die Havarie des Wales hatten wir uns schon ausgelassen, heute geht es um den Bösen Wolf. Der hat nämlich eine Frau gebissen, und das mitten in Hamburg! Für die Grünen ist der Wolf wohl eher ein Tier aus dem Streichelzoo. Da ist dann der Jäger der Böse. Nur nicht den bösen Jäger auf den Plan rufen, sondern alles der Natur selbst überlassen. Da der Wolf aber bei uns keine natürlichen Feinde hat, müssen wir Tiger hier ansiedeln, die den Wolfsbestand dezimieren. Doch der Tiger hat überhaupt keine natürlichen Feinde und frisst bisweilen auch Menschen. Demnach müssen wir den Tyrannosaurus klonen und wieder ins Leben rufen, damit er die Tiger dezimiert. Was aber kommt nach den Sauriern? Der Meteoriteneinschlag. Das haben sich die Grünen fein ausgedacht, da zeigt sich deren nekrophile Grundausrichtung. Sie beten alles Tote an. Deshalb auch roden sie die Wälder und stellen ihre Windräder in die Landschaft. Die Grünen ruinieren neben der Wirtschaft auch noch die Landschaft. Die Grünen pflegen einen Todeskult.
Die schizophrenen Blüten germanischen Innenlebens schießen wie Pilze aus dem Boden. Der Zyniker weiß gar nicht, welchen Giftpilz er zuerst zertreten soll. Legen wir heute mal einen Fall aus Bayern unter unsere verzerrende Lupe.
Ein dunkles Gewächs aus Burkina Faso, ein tollwütiger abgelehnter Asylbewerber, vermutlich vom Makaken gebissen, der es bis in den Rundfunkunrat des Bayrischen Rundfunks geschafft hat, schmeißt mit Strafanzeigen wie mit Konfetti um sich. Jetzt hat er einen Journalisten von Apollo News angeschwärzt. Eine korrupte, bis ins Mark verfaulte bayrische Justiz macht sich die absurden Anklagen zu eigen. Vorwürfe, die nicht einmal auf tönernen Füßen stehen, sondern reine Blindschleichen sind.
Zaungasts satirische Chronik von 2025 ist als Buch erhältlich, im Internet- und im stationären Buchhandel. Zaungast bei X ist zu finden unter Zaungast44